Bußgeld

Verkehrsverbände fordern härtere Strafen für Falschparker

Falschparker zahlen aktuell rund 20 Euro an Bußgeld. Das soll sich nach dem Willen der Verkehrsverbände ändern. Aber nicht nur das Bußgeld soll steigen: Wer falsch parkt, soll auch mit einem Punkt in Flensburg bestraft werden.

Autos© Gudellaphoto / Fotolia.com

Berlin - Um die Verkehrssicherheit für Fußgänger und Radfahrer zu erhöhen, fordern Verkehrsverbände eine deutliche Anhebung der Bußgelder für Falschparker auf mit mindestens 100 Euro Bußgeld. "Wirksame Bußgelder für Falschparker sorgen dafür, dass die Regeln im Verkehr eingehalten werden und Autos im öffentlichen Raum an Dominanz verlieren", sagte die Bundesvorsitzende des Verkehrsclubs VCD, Kerstin Haarmann, am Montag in Berlin. "Im Moment erhalten Falschparker im Schnitt ein Bußgeld von gerade einmal 20 Euro. Das hat keine abschreckende Wirkung."

Punkte in Flensburg fürs Falschparken

Falschparken solle künftig außerdem mit einem Punkt in Flensburg geahndet werden, heißt es. Zu dem Verbändebündnis gehören neben dem VCD der Allgemeine Blinden- und Sehbehindertenverein, der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club, die Deutsche Umwelthilfe und der Bundesverband Carsharing. Unter dem Motto "Knolle statt Knöllchen" startete das Bündnis eine Online-Petition gegen Falschparker. "Zweite-Reihe-Parker zwingen Fahrradfahrer dazu, gefährlich weit auf die Fahrbahn auszuweichen. Dort geraten sie durch heranfahrende Autos und Lkw in Lebensgefahr", begründen die Verbände ihr Anliegen.

Bundesverkehrsminister will Radverkehr fördern

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) hatte zuletzt das Thema Radverkehr stärker in den Fokus genommen. Scheuer hatte vor kurzem bei einem Radverkehrskongress in Dresden gesagt, er plane eine deutliche Erhöhung der Bußgelder fürs Parken in zweiter Reihe und auf Schutzstreifen für Radler. Er will außerdem die Voraussetzungen für den Bau von Radwegen erleichtern.

Quelle: DPA

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