Hohe Bußgelder

Verkehrsregeln im Ausland: Unwissenheit schützt nicht vor Strafe

Viele deutsche Urlauber informieren sich nicht über die Verkehrsregeln im Ausland, so das Ergebnis einer Umfrage Das kann zu hohen Bußgeldern führen. In Norwegen etwa drohen mindesten 150 Euro an Strafe, wenn das Abblendlicht tagsüber nicht angeschaltet wurde.

Auto FahrradtransportUmfrage: Nur 63 Prozent der Deutschen informieren sich über die Verkehrsregeln im Urlaubsland.© Miredi / Fotolia.com

Saarbrücken - Unwissenheit schützt vor Strafe nicht. Das betrifft auch deutsche Urlauber, die auf ausländischen Straßen unterwegs sind. Denn dort gelten oft andere Verkehrsregeln. 63 Prozent der deutschen Autofahrer informieren sich vor Auslandsfahrten über das Verkehrsrecht ihrer Urlaubsdestination. Das ergab eine repräsentative forsa-Umfrage im Auftrag von CosmosDirekt.

Abblendlicht aus: Bußgeld droht

Eingeschaltetes Abblendlicht am Tag ist in Deutschland keine Pflicht. In vielen anderen EU-Ländern dagegen schon, etwa in der Schweiz, Tschechien, Slowenien, Italien oder Polen. Wer die Regel missachtet, muss mit Bußgeldern rechnen - in Norwegen mindestens mit 150 Euro. Frank Bärnhof, Kfz-Versicherungsexperte von der CosmosDirekt rät deshalb dazu, das Licht eingeschaltet zu lassen, falls Autofahrer unsicher sind.

Unterschiedliche Regelungen für die Warnweste

Das Mitführen einer Warnweste ist in Deutschland vorgeschrieben. Auch in anderen Ländern, wie zum Beispiel Frankreich, Österreich, Kroatien und Tschechien muss eine Warnweste im Fahrzeug mitgeführt werden, sonst drohen Bußgelder. Darüber hinaus ist in vielen europäischen Ländern das Tragen einer Warnweste bei Verlassen des Fahrzeuges wie beispielsweise bei einer Panne vorgeschrieben. Und dies meist auch für alle Insassen.

Unfallbericht und Versicherungskarte

Kommt es im Ausland zu einem Unfall, lässt sich mit dem Europäischen Unfallbericht ein vollständiges Protokoll anfertigen. Das Formular erfasst den Unfallhergang sowie die Namen aller Beteiligten. Den Unfallbericht sollten Autofahrer am besten in doppelter Ausführung mitnehmen - für sich und für die Gegenpartei, empfiehlt Bärnhof.

Für deutsche Autofahrer im europäischen Ausland ist sie zwar nicht mehr zwingend vorgeschrieben, aber es empfiehlt sich das Mitführen einer grünen Versicherungskarte. In einigen Ländern ist sie noch immer vorgeschrieben bzw. wird es besonders empfohlen, eine grüne Versicherungskarte bei sich zu haben. Bei diesen Ländern handelt es sich um Albanien, Andorra, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Estland, Lettland, Malta, Mazedonien, Polen, Rumänien, Serbien und Montenegro sowie Tschechien. Die grüne Versicherungskarte ist kostenfrei bei Ihrem Versicherer erhältlich. Auf ihr sind alle wichtigen Informationen zu Ihrer Versicherung vermerkt, was eine Schadenabwicklung im Ausland erheblich vereinfachen kann, so der Experte.

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