Modellrechnung

Verivox: Neue Typklassen machen Kfz-Versicherung teils deutlich teurer

Rund ein Drittel höhere Beiträge für die Kfz-Versicherung müssen manche Autofahrer wegen einer Höherstufung aufgrund der neuen Typklassen künftig zahlen. Das haben die Tarifexperten von Verivox berechnet.

17.09.2020, 10:05 Uhr
Autokauf© freezeframe / Fotolia.com

Die neuen Typklassen, die jetzt für rund 30.000 Automodelle vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) veröffentlicht worden sind, können die Kfz-Versicherung im Extremfall um bis zu 33 Prozent teurer machen. Das zeigen Berechnungen des Vergleichsportals Verivox.

Mehrkosten für Tesla-Fahrer

Haftpflichtversicherungen verfügen über 16 Typklassen von 10 bis 25. Manche Autotypen wurden gleich mehrere Stufen höhergestuft. Das betreffe beispielsweise das Model S von Tesla, für das nun die Typklasse 23 statt 19 gilt. Für den Haftpflicht-Teil seiner Versicherung muss der Tesla-Fahrer somit ein Drittel mehr bezahlen.

Teurer wird es auch für Fahrer des Mitsubishi Outlander 2.0 AWD Hybrid. Dieser klettert laut Verivox um drei Typklassen in der Vollkasko, zwei in der Teilkasko sowie um eine in der Haftpflicht. Dies führe zu einer Beitragssteigerung von 22 Prozent. Laut der Modellrechnung von Verivox seien das Mehrkosten von 206 Euro.

Nicht für jedes Automodell wird die Kfz-Versicherung teurer

Für manche Autofahrer wird es dagegen günstiger. Freuen können sich beispielsweise Besitzer eines Suzuki Jimny 1.5 Allrad oder eines VW Golf VI 2.0R TSI. Wegen neuer Vollkasko-Typklassen müssen 29 bzw. 19 Prozent weniger gezahlt werden. Für den Suzuki ergebe sich beim Kfz-Versicherungsbetrag etwa eine Ersparnis von 227 Euro. Für das BMW 640I Coupe Xdrive sinke der Haftpflichtbeitrag. 2021 werde rund ein Viertel weniger berechnet.

Ein Vergleich der Beiträge lohnt sich

Die Einstufung in die Typklasse und die Höhe der Versicherungsprämie richte sich danach, wie viel Schäden für ein Modell beglichen werden. Gebe es weniger Schäden, so sinke der Beitrag. Was bedeuten die Änderungen bei den Typklassen nun konkret für die Kfz-Versicherungen? "Für bestehende Verträge gelten die Veränderungen meist zum 1. Januar. Autofahrer, für die sich die Kfz-Prämie im kommenden Jahr durch die Neueinstufung verteuert, haben ein Sonderkündigungsrecht", erläutert Wolfgang Schütz, Geschäftsführer der Verivox Versicherungsvergleich GmbH. "Die Zuschläge der Versicherer für teurere Typklassen sind unterschiedlich hoch. Deshalb lohnt sich ein Beitragsvergleich."

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