Stromkosten

Verivox: Hartz-IV-Empfänger erhalten zu wenig Geld für Strom

Für Hartz-IV-Empfänger wird es immer schwieriger, die Stromrechnung zu zahlen. Einer Untersuchung zufolge klaffen die real anfallenden Stromkosten und der Betrag, der den Empfängern dafür ausgezahlt wird, immer weiter auseinander.

Strompreis© babimu / Fotolia.com

Heidelberg/Düsseldorf - Hartz-IV-Empfänger werden nach Berechnungen des Vergleichsportals Verivox auch durch die geplante Erhöhung der Regelsätze zum 1. Januar 2019 nicht genug Geld für Strom bekommen. Bei einem Alleinlebenden mit einem Jahresverbrauch von 1.500 Kilowattstunden betrage die Lücke im Bundesdurchschnitt 50 Euro im Jahr, heißt es in der Verivox-Analyse, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Beziehe der Hartz-IV-Bezieher seinen Strom aus der teureren Grundversorgung fehlten ihm sogar 101 Euro.

Verivox: Strompreise sind stark gestiegen

Laut Verivox ist der Strompreis in den vergangenen Jahren deutlich stärker gestiegen als die Hartz-IV-Sätze. Während der Regelsatz seit 2005 schrittweise um insgesamt rund 23 Prozent erhöht worden sei, habe sich Haushaltsstrom im gleichen Zeitraum um durchschnittlich 50 Prozent verteuert. In der Grundversorgung sei er sogar um 65 Prozent gestiegen. Im kommenden Jahr soll der Hartz-IV-Regelsatz für Alleinstehende um 8 auf 424 Euro monatlich steigen. Für Strom sind darin 35,77 Euro enthalten, 72 Cent mehr als bisher.

Unterschiede in den Bundesländern – Kluft zwischen 9 und 29 Prozent

Die Kluft zwischen Bedarf und Regelsatz ist laut Verivox regional unterschiedlich. In Brandenburg müsse ein Hartz-IV-Empfänger für Strom im Basistarif gut 29 Prozent mehr ausgegeben als im Regelsatz vorgesehen. In Bremen betrage die Lücke nur knapp 9 Prozent. In den übrigen Bundesländern seien es 20 bis 28 Prozent, die Hartz-IV-Beziehern fehlten.

Quelle: DPA

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