18 Milliarden Euro jährlich

Verbraucherzentrale fordert Energieeffizienzprogramm

Der Verbraucherzentrale Bundesverbrand (vzbv) fordert angesichts hoher Energiepreise von der Bundesregierung ein Förderprogramm für Energie, Klima und Verkehr. Mit den Mitteln ließen sich notwendige Investitionen im privaten und öffentlichen Bereich beschleunigen und der Arbeitmarkt nachhaltig beleben.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Berlin (red) - Laut dem vzbv sind weitreichende Maßnahmen erforderlich, um den Energieverbrauch drastisch zu drosseln. Die Bundesregierung müsse "ihr Klimaprogramm endlich mit mehr Leben füllen, anstatt an allen Fronten zurückzurudern", fordert vzbv-Vorstand Gerd Billen.

Darüber hinaus sind jedoch weitere Anstrengungen notwendig. Der Verbraucherzentrale Bundesverband kritisiert, dass die Bundesregierung in ihrem Klimaprogramm die Sanierung der Wohngebäude, die Verbesserung der Energieeffizienz von Neuwagen und den Ausbau des öffentlichen Personenverkehrs unzureichend ausgestattet hat. Erforderlich ist laut den Verbraucherschützern ein auf fünf bis zehn Jahre angelegtes Investitionsprogramm mit einem jährlichen Volumen von rund 18 Milliarden Euro.

Gebäudesanierung und effiziente Geräte fördern

Unter anderem sollen damit Investitionen im Gebäudebereich angekurbelt werden. Mit etwa zehn Milliarden Euro im Jahr, die selbstnutzenden Eigentümern durch direkte Zuschüsse und steuerliche Abzugsmöglichkeiten und für Vermieter in Form von Sonderabschreibungen zugute kommen sollen, ließe sich der Gesamtenergieverbrauch in Wohngebäuden in den nächsten 20 Jahren um mehr als die Hälfte vermindern.

Zudem müsse die Bundesregierung Energieeffizienz in Industrie, Gewerbe, Verwaltung und Haushalten besser fördern und die Marktdurchdringung der effizientesten Geräte deutlich beschleunigen. Unter den hohen Energiekosten leiden vor allem sozial schwache Haushalte, die deshalb speziell gefördert werden sollten.

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