Ein Stück Unabhängigkeit

Verbraucherschützer empfehlen Heizen mit Holz oder Kohle

Verbraucherschützer in Sachsen-Anhalt werten angesichts der aktuellen wetterbedingten Störfälle bei der Energieversorgung im Münsterland Festbrennstoffheizungen und alternative Zweitfeuerstätten als "unschlagbaren Vorteil". Allerdings seien hierbei einige Voraussetzungen zu beachten.

30.11.2005, 09:16 Uhr
Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Halle (ddp/sm) - Während Eigenheimbesitzer mit Öl- oder Gasheizung bei Havarien wie einem Stromausfall im Kalten sitzen, machten Holz- oder Kohleöfen unabhängig von Wetterkapriolen, sagte Energieexperte Helmut Friedl von der Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt der Nachrichtenagentur ddp in Halle.

"Zumindest die Raumwärme ist mit der alternativen Feuerstätte gesichert", betonte er. Damit lasse die traditionelle Art des Heizens moderne Öl- und Gasanlagen, die nur mit Strom betrieben werden können, weit hinter sich. Voraussetzung für die Unabhängigkeit sei allerdings ein funktionstüchtiger Schornstein. Deshalb warnt der Verbraucherschützer künftige Hausbesitzer davor, bei den Baukosten am "falschen Ende" zu sparen.

"Weitsicht macht sich langfristig bezahlt", sagte Friedl. Denn bei steigenden Kosten für Gas und Öl können seinen Schätzungen zufolge bis zu 30 Prozent Energieausgaben pro Jahr gespart werden, wenn mindestens ein Raum mit einer Zusatzfeuerstelle auf Holz- oder Kohlenbasis beheizt wird.

Gleichzeitig appellierte der Energieexperte an das Verantwortungsgefühl der Verbraucher. "Weder Hausmüll noch Unrat wie Möbelplatten gehören in den Ofen", unterstrich er. Um Mensch und Umwelt nicht unnötig mit Giften zu belasten, sollte lediglich unbehandeltes Holz sowie Koks, Steinkohle und Briketts verfeuert werden. Wer ausnahmslos mit Holz heizen möchte, sollte darüber hinaus über ausreichend Stapelplatz auf seinem Grundstück verfügen.

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