Inflation

Verbraucherpreise sinken – Benzin und Heizöl günstiger

Die Verbraucherpreise sind im Januar gesunken. Experten zufolge sind vor allem die niedrigeren Preise beim Heizöl und beim Benzin die Ursache dafür. 2018 war die Inflationsrate noch auf den höchsten Stand in sechs Jahren geklettert.

31.01.2019, 16:20 Uhr (Quelle: DPA)
Geldstapel© Otto Durst / Fotolia.com

Wiesbaden - Gesunkene Energiekosten haben den Preisauftrieb in Deutschland zum Jahresbeginn gedämpft. Die Jahresinflationsrate lag im Januar bei 1,4 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in einer ersten Schätzung mitteilte. Früheren Angaben zufolge hatte die Teuerungsrate im Dezember 1,7 Prozent betragen. Im Vergleich zum Vormonat sanken die Verbraucherpreise im Januar um 0,8 Prozent.

Heizöl und Benzin sind günstiger geworden

Ökonomen führten die Abschwächung vor allem auf niedrigere Energiekosten zurück. "Die gesunkenen Benzin- und Heizölpreise sorgen für niedrige Inflation, Tendenz fallend", erläuterte der Chefvolkswirt der staatlichen Förderbank KfW, Jörg Zeuner. Seit Oktober sei der Rohölpreis um fast ein Drittel gefallen sei.

Hinzu kommt, dass die Versorgung per Tankschiff inzwischen wieder normal läuft. Das Niedrigwasser vor allem im Rhein hatte zeitweise für Probleme gesorgt. "Mit den höheren Pegelständen in den Flüssen sind die niedrigen Ölpreise inzwischen in der deutschen Volkswirtschaft angekommen", argumentierte ING Deutschland-Chefvolkswirt Carsten Brzeski.

Inflation in Europa im Gesamtjahr 2018

Im Gesamtjahr 2018 hatten gestiegene Energiepreise die Inflation in Europas größter Volkswirtschaft früheren Angaben zufolge auf den höchsten Stand seit sechs Jahren getrieben. Im Jahresdurchschnitt lagen die Verbraucherpreise demnach um 1,9 Prozent über dem Vorjahresniveau. Einen stärkeren Zuwachs der Teuerungsrate hatte es zuletzt 2012 mit 2,0 Prozent gegeben.

Nähere Details zur Preisentwicklung im Januar will die Wiesbadener Behörde mit der Veröffentlichung des endgültigen Ergebnisses am 21. Februar nennen. Hintergrund ist die Neugewichtung des Warenkorbes, die die Statistiker regelmäßig vornehmen.

Die Europäische Zentralbank (EZB) strebt eine Inflationsrate von knapp zwei Prozent im Euroraum an, bei der sie Preisstabilität gewahrt sieht. Von diesem Ziel hat sich die Rate in Deutschland jetzt wieder etwas entfernt.

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