Solarenergie für jeden

Verbraucher Initiative informiert über den privaten Einstieg ins Solarzeitalter

Die Verbraucher Initiative hat eine achtseitige Broschüre veröffentlicht, die über Technik, Planung, Kauf und Förderung von Solaranlagen Auskunft gibt. Denn obwohl sich die Bedingungen für den Bau einer derartigen Anlage stetig verbessert haben, gibt es nach wie vor einige Informationsdefizite bei privaten Hausbesitzern.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Die Solarenergie boomt. Immer mehr Hausbesitzer entscheiden sich dafür, die umweltfreundliche Sonnenenergie zu nutzen, entweder zur Stromerzeugung mittels Fotovoltaikanlagen oder zur Warmwasserbereitung in solarthermischen Anlagen. In einer neuen Broschüre bietet die Verbraucher Initiative jetzt praktische Tipps und Informationen für die private Energiewende.

Die Bedingungen für den Bau einer Solaranlage haben sich in den letzten drei Jahren enorm verbessert. Mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz, dem 100 000-Dächer-Programm und dem Marktanreizprogramm stehen Privathaushalten gleich drei Fördertöpfe zur Verfügung. Die Solaranlage auf dem eigenen Dach kann damit zur lohnenden Investition werden. Allerdings hat auch der Solarboom seine Schattenseiten. Denn nicht jeder, der die Sonne anzapfen möchte, findet einen geeigneten Installationsbetrieb. In der jungen Solarbranche tummeln sich auch Unternehmen, die über zu wenig Erfahrungen verfügen. Ralf Schmidt, Umweltexperte der Verbraucher Initiative: "Als Kunde läuft man Gefahr, viel Lehrgeld zu zahlen." So werden häufig überdimensionierte Anlagen verkauft oder es treten Mängel beim Verlegen und Isolieren der Rohrleitungen auf.

Die Verbraucher Initiative e. V. rät deshalb, nicht nur auf den Preis, sondern auch auf die Qualität der Installation zu achten. Schmidt: "Jeder Mangel senkt die Effizienz der Anlage und kostet den Betreiber bares Geld." Er empfiehlt Verbrauchern, mehrere Angebote einzuholen und sich vom betreffenden Unternehmen Referenz-Anlagen nennen zu lassen.

Weitere Informationen über Technik, Planung, Kauf und Förderung von Solaranlagen bietet die achtseitige Broschüre Solarenergie, die gegen Einsendung von 2,60 Euro (Scheck oder Briefmarken, inkl. Versand) bei der Verbraucher Initiative unter www.verbraucher.org bestellt werden kann.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Photovoltaik Dächer

    Doppelförderung für Solarstrom wird bestraft

    Wer für seinen Solarstrom schon die Einspeisevergütung kassiert, der darf nicht auch noch in vollem Umfang von der Stromsteuer befreit werden. Das verbietet das Doppelförderungsverbot. Wer die Steuerbefreiung nicht beim Netzbetreiber meldet, muss mit einem hohen Bußgeld rechnen.

  • Photovoltaik Vergleich

    Mieterstrom- Zuschuss liegt bei bis zu 3,8 Cent pro kWh

    Der Förderung von Mieterstrom steht nichts mehr im Wege. Vermieter, die eine Solaranlage betreiben, erhalten einen Zuschlag, wenn Sie ihren Strom an Mieter verkaufen. Den Zuschlag gibt es auch, wenn der Strom an unmittelbare Nachbarn verteilt wird.

  • Stromnetz Ausbau

    Kürzungspläne abgewehrt: Mehr Geld für Solarenergie

    Mit dem neuen Entwurf des Bundeshaushaltes ist die Förderung von Solarenergie um 30 Millionen auf 230 Millionen aufgestockt worden. Nach Auskunft der UVS verfügen bereits vier Prozent der Deutschen Eigenheime über eine eigene Solaranlage zur Wärme- oder Stromproduktion. Allein im letzten Jahr sind über 120 000 Solaranlagen hinzugekommen.

  • Stromnetz Ausbau

    Solarstrom-Deckel im EEG wird auf 1000 Megawatt ausgedehnt

    Veränderungen im Erneuerbare-Energien-Gesetz: Die festgelegte Vergütung von eingespeistem Solarstrom wird gezahlt, bis in Deutschland 1000 Megawatt Solarstromleistung erreicht werden. Diese Grenze wurde jetzt von den zuständigen Ausschüssen im Bundestag angehoben, um weitere Investitionen in die Sonnenenergie nicht zu bremsen.

  • Hochspannungsmasten

    Energieagentur NRW bietet Hausbesitzern jetzt Solar-Check

    Für nur 25 Euro können private Hausbesitzer jetzt schnell und einfach die technischen und finanziellen Rahmenbedingungen für die Anschaffung einer eigenen Solaranlage abklopfen. 400 "Solar-Checker" untersuchen die individuellen Voraussetzungen von Alt- und Neubauten auf Möglichkeiten der Solarenergienutzung.

Top