Neue Broschüre

Verbraucher Initiative gibt Tipps zum Wechsel des Stromversorgers

Wer den Stromversorger wechseln möchte, hat viele Fragen: Welcher Anbieter ist der richtige Partner? Was passiert, wenn der Wechsel nicht funktioniert? Und was machen wir, wenn das Licht ausgeht? Die Verbraucher Initiative hat jetzt eine neue Brochüre veröffentlich, die Antworten auf diese und weitere Fragen zum Stromwechsel gibt.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Die Verbraucher Initiative hat eine neue Broschüre zum Wechsel des Stromanbieters veröffentlicht. "Der Wechsel des Stromversorgers klappt heute besser als noch zu Beginn der Marktöffnung vor fünf Jahren", erklärt dazu Ralf Schmidt-Pleschka, Energieexperte bei der Verbraucher Initiative. Lohnen könne sich der Wechsel auch finanziell: Bis zu 60 Euro könne ein Single-Haushalt jährlich sparen, eine vierköpfige Familie sogar mehr als 100 Euro.

Seine Tipps: Beim Wechsel gilt es jedoch, Fußangeln und Vertragsfallen zu meiden. So haben Wechselgebühren und Vorauszahlungen im Liefervertrag nichts zu suchen. Enthalten sein sollte dagegen stets ein verbindlicher Liefertermin, der Endpreis inklusive aller anfallenden Kosten sowie eine Laufzeit von höchstens einem Jahr mit ein- bis dreimonatiger Kündigungsfrist.

Trotz der insgesamt schlechten Marktentwicklung gebe es auch im Ökostrom-Markt durchaus positive Entwicklungen für die Verbraucher. Die allgemeine Preisentwicklung hat laut Schmidt-Pleschka dazu geführt, dass sich die Preisdifferenz zwischen konventionellem Strom und Öko-Strom insgesamt verringert hat. "Mit dem Wechsel von einem teuren konventionellen Anbieter zu einem günstigen Ökostrom-Anbieter lässt sich sogar Geld sparen", erläutert der Energie-Experte. Nach Ansicht der Verbraucher Initiative ist aber gerade im Öko-Segment die Verunsicherung besonders groß, weil immer noch Strom als "öko" angeboten werde, der bereits über das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) von der Allgemeinheit bezahlt wurde. Der Experte empfiehlt Verbrauchern deshalb, auf die Siegel ok-power oder Grüner Strom Label (GSL) zu achten.

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