Keine Teilnahme

Verbände kritisieren Zusammensetzung des morgigen Kanzlergespräches

Zum morgigen Energiegipfel im Bundeskanzleramt sind Umweltverbände oder Vertreter der regenerativen Energiewirtschaft nicht eingeladen. Das kritisieren etwa der Bauernverband, der Bundesverband Erneuerbarer Energien und der Mittelstandsverband BVMW, die sich zum Aktionsbündnis Erneuerbare Energien zusammengeschlossen haben.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Im Vorfeld des sogenannten Energiegipfels, der morgen bei Bundeskanzler Schröder stattfindet, ruft das Aktionsbündnis Erneuerbare Energien zu einer Energiewende für Klimaschutz, Arbeitsplätze und Versorgungssicherheit auf. Die beteiligten Organisationen von der IG Metall über den Bauernverband, weiterer Branchenverbände bis zum Mittelstandsverband BVMW fordern den entschlossenen Ausbau erneuerbarer Energien. Dabei kritisieren sie auch die Zusammensetzung des Kanzlergespräches, zu dem Vertreter der erneuerbaren Energien und Energieeffizienz nicht eingeladen sind.

Das Aktionsbündnis unterstützt die anstehende Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) mit der Zielsetzung, die Chancen für die Erneuerbaren Energien zu verbessern. "Wir benötigen eine verlässliche, gesellschaftliche Verabredung für einen nachhaltigen Energiemix, der für Energieproduzenten, -versorger und -ausrüster ein hohes Maß an Rechtssicherheit für künftige Investitionen bringt", heißt es in einer Erklärung. Daher wird die Energierunde beim Kanzler aufgefordert, anstehende Investitionen in ein dezentrales, zukunftsfähiges Energiesystem mit einem Mix aus erneuerbaren Energien zu lenken.

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