Kampagne

ver.di will Callcenter-Agents über ihre Rechte aufklären

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi will Beschäftigte von Callcentern mit einer deutschlandweiten Kampagne über ihre Rechte am Arbeitsplatz informieren. Insbesondere gehe es dabei um die Themen Lohn, Tarifverträge, Arbeitszeit und innerbetriebliche Mitbestimmung.

01.10.2008, 08:44 Uhr
telefonieren© Sven Bähren / Fotolia.com

Berlin (AFP/cm) - Das teilte ver.di am Dienstag in Berlin mit. Mit der Kampagne richte sich die Gewerkschaft vor allem an die Beschäftigten branchenunabhängiger Callcenter. Hier sei für fast alle Arbeitnehmer die Entlohnung ein Problem, teilte ver.di mit.

Zusätzlich Leistungen vom Staat

Die Monatslöhne bei unabhängigen Call-Centern seien häufig so niedrig, dass die Beschäftigten "zusätzlich ergänzende staatliche Leistungen" wie Hartz IV beantragen müssten, erklärte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Petra Gerstenkorn.

Sehr niedrige Löhne

Vielerorts gebe es keine Tarifverträge, der Grundlohn liege meist nur zwischen 5,50 Euro und sieben Euro zuzüglich leistungsabhängiger Prämien. Weitere zentrale Themen der Kampagne seien die Themen Ausbildung, Qualifizierung und Gesundheitsbestimmungen für die Arbeit vor dem Computerbildschirm, so die Gewerkschaft.

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