Alles relativ?!

VDEW: Strom noch immer günstiger als vor der Marktöffnung

Während die Preise für industrielle und gewerbliche Produkte um knapp drei und das allgemeine Preisniveau um sechs Prozent gestiegen sind, kostete der Strom 2003 im Durchschnitt immer noch zwölf Prozent weniger als zu Beginn der Marktöffnung 1998, teilte der VDEW heute mit.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (ddp/sm) - Die deutschen Stromkunden profitieren nach Einschätzung des Verbandes der Elektrizitätswirtschaft (VDEW) weiterhin vom Wettbewerb. Der Strom kostete im Durchschnitt aller Kundengruppen 2003 immer noch zwölf Prozent weniger als zu Beginn der Marktöffnung im Jahre 1998, teilte der VDEW am Montag in Berlin mit.

Im gleichen Zeitraum seien dagegen die Preise für industrielle und gewerbliche Produkte um knapp drei, das allgemeine Preisniveau um sechs Prozent gestiegen. Der Verband beruft sich auf Berechnungen des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden.

Die sonstigen Energiepreise kletterten laut VDEW seit 1998 erheblich. So seien die Preise für Benzin um 35, für Diesel um 56 und Heizöl um 83 Prozent gestiegen. Der Gaspreis habe 2003 rund 60 Prozent über dem Niveau von 1998 gelegen, Kohle habe bis zu acht Prozent mehr gekostet.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Elektrofahrzeug

    E-Autos: Das Problem mit den öffentlichen Ladesäulen

    Bei der Verbreitung von E-Autos gibt es drei wesentliche Hürden: Die Reichweite, den Kaufpreis und das Aufladen der Batterie. Letzteres stellt aber nicht wegen des Mangels an Ladepunkten ein Problem dar, sondern auch wegen des Wirrwarrs bei den Preisen und der Nutzung.

  • Strom- und Gaspreise

    Langsamer Preisanstieg bei Energie dämpft Inflationsrate

    Die Inflationsrate ist im Mai nach den vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes auf 1,5 Prozent gesunken. Das hängt hauptsächlich mit den Energiepreisen zusammen. Die steigen nämlich nur noch langsam.

  • Energieversorung

    BEE: Stromversorger zocken Haushalte ab

    Die Erneuerbare-Energien-Branche wehrt sich vehement dagegen, von der traditionellen Energiewirtschaft als Grund für demnächst stattfindende Strompreiserhöhungen abgestempelt zu werden. Vielmehr sei es "grober Unfug", dass den Stromunternehmen Mehrkosten aus der Erzeugung von Ökostrom entstünden.

  • Stromtarife

    Stromwirtschaft modernisiert Anlagenpark: Vier Kraftwerke in Bau

    Bei den vier neuen Anlagen handelt es sich um Gas- und Dampfturbinenkraftwerke, die Nutzungsgrade von über 80 Prozent erreichen. Vom Netz genommen wurden 2003 ältere Anlagen - zusammen knapp 1700 Megawatt - auf der Basis von Braunkohle, Erdgas, Kernenergie und Heizöl, berichtet der VDEW.

  • Energieversorung

    Primärenergieverbrauch im ersten Halbjahr 2004 niedriger als im Vorjahr

    246 Millionen Tonnen Steinkohleeinheiten Energie hat Deutschland in den ersten sechs Monaten dieses Jahres verbraucht. Das waren knapp zwei Prozent weniger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Die Stromerzeugung in Kernkraftwerken und aus Windkraft stieg, in Wasserkraftanlagen war er weitgehend stabil.

Top