Erzeugung 2002

VDEW: Kohle und Uran sind wichtigste Energiequellen der Stromversorger

Die Statistiken des Verbandes der Elektrizitätswirtschaft für das vergangene Jahr zeigen Kohle und Kernenergie als die wesentlichsten Quellen der deutschen Stromversorger. Der Anteil des Stroms aus erneuerbaren Energien belaufe sich für 2002 auf neun Prozent, berichtet der VDEW heute aufgrund erster Erhebungen.

02.06.2003, 09:17 Uhr
Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Kohle und Uran sind die wichtigsten Energiequellen der deutschen Stromversorger: Braun- und Steinkohle lieferten 2002 mit 257 Milliarden Kilowattstunden gut die Hälfte der Erzeugung. Die Kernenergie hatte mit 156 Milliarden kWh einen Anteil von 31 Prozent an der Produktion. Das meldet der Verband der Elektrizitätswirtschaft (VDEW), nach ersten Erhebungen.

Erneuerbare Energien hatten nach Angaben des Branchenverbandes mit 45 Milliarden kWh neun Prozent Anteil am Energiemix der Elektrizitätswirtschaft: Der größte Teil entfiel dabei auf die Wasserkraft mit rund 24 und die Windenergie mit 17 Milliarden kWh. Biomasse und biologischer Müll lieferten gut vier und Photovoltaik 0,1 Milliarden kWh Strom. Die Einspeisungen privater Erzeuger seien in diesen Werten jeweils enthalten.

Erdgas kam 2002 mit 36 Milliarden kWh auf einen Anteil von sieben Prozent an der Erzeugung der deutschen Stromversorger, berichtet der VDEW. Auf Heizöl und sonstige Energieträger wie beispielsweise Biogas seien zwei Prozent der Stromproduktion entfallen.

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