Vereinbarung

Vattenfall will Fernwärme-Versorgung in Berlin ausweiten

Der Stromanbieter Vattenfall will die Versorgung durch Fernwärme in Berlin deutlich ausweiten. Ziel sei es, 20.000 neue Kunden pro Jahr zu gewinnen. Im Fokus stünden dabei insbesondere Spandau und Prenzlauer Berg, so der Energiekonzern

Stromtarife© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (dapd-bln/red) - In Spandau würden 58 Millionen Euro in eine neue Fernwärmetrasse investiert. Am Prenzlauer Berg, wo die Erschließung im Sommer begonnen habe, würden alleine im ersten Jahr 1,5 Millionen Euro ausgegeben, sagte der Generalbevollmächtigte von Vattenfall Europe in Berlin, Rainer Knauber.

In Klingenberg solle bis 2016 ein Gas- und Dampfkraftwerk entstehen, das das bisherige Kohlekraftwerk ersetzen soll. Zusätzlich sollen laut Knauber an dem Standort bis 2019 zwei Biomasseblöcke gebaut werden. Für den Umbau des Heizkraftwerkes in Lichterfelde erwartet Knauber die Genehmigung bis Ende des Jahres. Das neue, energieeffizientere Kraftwerk, das zudem wesentlich kleinere Türme als die bisher weit über 100 Meter hohen Schlote haben soll, soll 2014 in Betrieb gehen.

Klimaschutzvereinbarung zwischen Vattenfall und Berlin

Alle Maßnahmen sind Teil einer Klimaschutzvereinbarung, die Vattenfall vor einem Jahr mit dem Land Berlin geschlossen hat. Insgesamt werden den Angaben nach durch den Vertrag Investitionen von mehr als einer Milliarde Euro ausgelöst. Vattenfall-Vorstandschef Tuomo Hatakka sagte, im ersten Jahr seien viele wichtige Initiativen auf den Weg gebracht worden. "Klimaschutz braucht Investitionen", sagte er. Mit der Klimaschutzvereinbarung sei Berlin ein Präzedenzfall, der auch zum Vorbild für andere Städte werden solle.

Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) sagte, Vattenfall als größter Energieversorger der Stadt habe eine zentrale Stellung bei der Umsetzung der Klimaschutzpolitik. Berlin habe sich "große Ziele" gesetzt. Bis 2020 will der Senat 40 Prozent Kohlenstoffdioxid gegenüber dem Jahr 1990 einsparen.

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