Quartalsbericht

Vattenfall startet 2019 mit Gewinnplus

Energiekonzern Vattenfall hat im ersten Quartal einen größeren Gewinn erzielt, obwohl Sturm "Alfrida" erhebliche Kosten verursacht hatte. Der Nettoumsatz wuchs um 13 Prozent auf rund 4,7 Milliarden Euro.

Vattenfall© Vattenfall Europe Sales GmbH

Stockholm - Der Energieriese Vattenfall ist mit einem Gewinnplus ins Jahr 2019 gestartet. Das Betriebsergebnis stieg im ersten Quartal um 17 Prozent auf rund 8,17 Milliarden Kronen (knapp 778 Millionen Euro), wie der schwedische Staatskonzern am Donnerstag mitteilte. Der Nettoumsatz legte um 13 Prozent auf 49,6 Milliarden Kronen (4,7 Milliarden Euro) zu. Vattenfall-Chef Magnus Hall sagte auf einer Pressekonferenz in Solna bei Stockholm, zu dem höheren Umsatz habe unter anderem eine weiter zunehmende Kundenbasis in Deutschland beigetragen.

Stromausfall wegen Sturm "Alfrida"

Das Vattenfall-Ergebnis wurde teils von Sturm "Alfrida" gedrückt, der zum Jahresbeginn dafür gesorgt hatte, dass 65.000 Kunden keinen Strom hatten. Der Sturm kostete Vattenfall umgerechnet knapp 81 Millionen Euro.

Vergabe des Berliner Stromnetzes: Vattenfall hat Beschwerde eingelegt

Ärgerlich für den Konzern sei zudem gewesen, dass der Konkurrent Berlin Energie Anfang März den Zuschlag zum Betrieb des Berliner Stromnetzes erhalten habe, sagte Hall. Vattenfall habe dagegen Beschwerde beim Berliner Senat eingelegt. "Wir glauben nicht, dass dieser Prozess fair gewesen ist." Das Netz stelle einen wichtigen Teil des Vattenfall-Geschäfts in Deutschland dar.

Quelle: DPA

Das könnte Sie auch interessieren
  • Strommast

    Größtes Stromnetz Deutschlands steht zum Verkauf

    In Berlin steht das größte Stromnetz Deutschlands zum Verkauf. Doch wer soll die Berliner Leitungen übernehmen? Eine neue Generation Stromrebellen macht etablierte Unternehmen wie Vattelfall richtig nervös. Auch in Hamburg droht Vattenfall seine Anteile zu verlieren. Geht die Rekommunalisierung weiter?

  • Strompreise

    bne: Stromkosten steigen 2010 deutlich an

    Strom sparen wird im kommenden Jahr wohl für Verbraucher weiter an Bedeutung gewinnen. Denn 2010 müssen sich deutsche Energiekunden wohlmöglich auf eine saftige Erhöhung der Strompreise einstellen. Auf die Verbraucher sollen Mehrkosten von mindestens einer Milliarde Euro zu kommen.

  • Hochspannungsmasten

    Gabriel regt deutsche Netzgesellschaft für den Strommarkt an

    Eine Modernisierung der Stromversorgung sei zwingend, sagte der Bundesumweltminister auf dem Kongress "Energiestandort Deutschland 1998 – 2008" in Berlin. Um den Umbau des Marktes stemmen zu können, regte Sigmar Gabriel eine bundesweite Netz AG an.

Top