Steigende Kosten

Unitymedia erläutert Details zur Preiserhöhung

Rund 105 GB Datenvolumen verbrauchen Unitymedia-Kunden pro Monat, deutlich mehr als der bundesweite Durchschnittshaushalt. Unitymedia müsse kontinuierlich ins Netz investieren, eine Preiserhöhung sei daher notwendig.

Unitymedia Hauptsitz Köln© Unitymedia GmbH

Köln - Ab dem 1. März 2018 wird es für zahlreiche Bestandskunden des Kabelnetzbetreibers Unitymedia (www.unitymedia.de Bei diesem Link handelt es sich um einen Affiliate-Link (Partnerlink), der Nutzer auf Seiten Dritter führt. Wird dort ein Kauf getätigt, erhalten wir unter Umständen eine Provision. Diese Vergütung trägt dazu bei, dass wir unseren Service für Nutzer kostenlos anbieten können.
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) teurer. Wie berichtet verschickt der Kölner Anbieter den betroffenen Kunden aktuell entsprechende Schreiben. Wir hatten bei Unitymedia nachgefragt und um eine Stellungnahme gebeten. Der Kabelnetzbetreiber bestätigte unserer Redaktion die Erhöhung von bis zu 2,98 Euro pro Monat und erläuterte die Beweggründe für die Anhebung der Preise.

Preiserhöhung bei alten Breitbandtarifen

Laut einer Unternehmenssprecherin seien rund 650.000 Bestandskunden von der aktuell anstehenden Preiserhöhung betroffen. Dabei handele es sich ausschließlich um alte Breitbandtarife, die nicht mehr vermarktet würden. Unitymedia müsse kontinuierlich in die "Netzinfrastruktur und die damit verbundenen Systeme und Technik" investieren, damit die Kunden die diversen Dienste des Anbieters störungsfrei und zuverlässig nutzen könnten. "Die daraus resultierenden Kostensteigerungen münden in einer erforderlichen Preisanpassung", so die Unitymedia-Sprecherin. "Selbstverständlich führen wir diese ausschließlich nach den in unseren allgemeinen Geschäftsbedingungen vereinbarten Kriterien durch. Daher haben wir den Preis für unsere Breitbandprodukte, welche nicht mehr in der aktiven Vermarktung sind, entsprechend um bis zu 2,98 Euro zum 01. März 2018 angepasst."

Hoher Datenverbrauch der Unitymedia-Kunden

Der monatliche Datenverbrauch der Unitymedia-Kunden liege mit rund 105 GB Datenvolumen inzwischen rund 20 Prozent über dem des Vorjahreszeitraums. Im Unitymedia-Kabelnetz falle im Vergleich mit dem bundesweiten Durchschnittshaushalt sogar 30 Prozent mehr Datenvolumen an. Die gebuchte Durchschnittsgeschwindigkeit der Unitymedia-Kunden sei sechs mal höher als der deutsche Durchschnittsspeed. Immer mehr Kunden würden zudem non-lineare Inhalte abrufen und setzen immer mehr internetfähige Endgeräte gleichzeitig ein.

Kostenkalkulation offenbar schwierig

Unsere Redaktion wollte wissen, ob die Kosten denn nicht über einen Zeitraum von 24 Monaten kalkuliert werden könnten. "Das Nutzungsverhalten der Kunden und die Ansprüche an Leistung und Speed würden steigen", erklärte die Unitymedia-Sprecherin. "Wie stark jedoch konkret der Anspruch unserer Kunden und das hiermit verbundene Investitionsvolumen in Systeme und Technik in den kommenden 24 Monaten steigen wird, ist nicht absehbar." Müssen sich Kunden künftig also mit Preiserhöhungen im Jahrestakt abfinden, so wie es die AGB zugestehen? "Es ist unser Anspruch, erst dann eine entsprechende Entgeltanpassung vorzunehmen, wenn die genannten Indikatoren messbar sind. Von dieser Unternehmensphilosophie profitieren im Endeffekt unsere Kunden", so die Unternehmenssprecherin.

Ob es in den kommenden Jahren dauerhaft Preissteigerungen statt Preissenkungen geben wird, sei derzeit schwer vorhersehbar. Unitymedia könne nicht absehen, "wie sich das Nutzungsverhalten in den kommenden Jahren konkret ändern wird und wie hoch künftige Investitionen ausfallen und damit verbundene Preisanpassungen erforderlich sein werden. Rückblickend auf die Entwicklung der vergangenen Jahre ist ein stetiger Aufwärtstrend im Verbrauch des Datenvolumens zu erkennen. Wie dieser Trend nun weitergeht, bleibt natürlich abzuwarten", so die Sprecherin.

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