Umweltkonferenz

UN-Bericht: Umweltschäden bedrohen die Gesundheit

Laut des GEO-6-Berichts der Vereinten Nationen wird die Gesundheit der Menschen erheblich von Umweltschäden beeinträchtigt. Zu den Problemen zählen Müll, Luftverschmutzung und gegen Antibiotika resistente Keime.

Erde© chuck / Fotolia.com

Nairobi - Um die Umwelt unseres Planeten steht es einem UN-Bericht zufolge so schlecht, dass die Gesundheit der Menschen zunehmend bedroht wird. "Entweder wir verbessern den Umweltschutz drastisch, oder Millionen von Menschen werden in Städten und Regionen in Asien, dem Nahen Osten und in Afrika bis Mitte des Jahrhunderts vorzeitig sterben", hieß es in einer am Mittwoch in Nairobi veröffentlichten Studie der Vereinten Nationen.

Resistenz gegen Antibiotika

Der Bericht nannte dafür etliche Beispiele: Etwa würden bis 2050 voraussichtlich gegen Antibiotika resistente Infektionen weltweit die größte Todesursache sein. Um dies zu vermeiden, müssen demnach viel mehr Menschen Zugang zu günstigen Technologien zur Abwasserreinigung bekommen. Die Nutzung von Antibiotika müsse bei Menschen und in der Landwirtschaft viel stärker kontrolliert werden, hieß es.

Müll, Artensterben, Luftverschmutzung

Der Bericht nannte auch Probleme wie die Vermüllung der Ozeane durch Plastik, die Zerstückelung von Lebensräumen von Tieren und Luftverschmutzung. All dies führe zu einem "Massenaussterben von Arten". So könne die Erde auch langsam den Bedürfnissen der Menschen nicht mehr gerecht werden, hieß es. "Die Wissenschaft ist deutlich: Die Gesundheit und der Wohlstand der Menschheit ist direkt mit dem Zustand unserer Umwelt verbunden", teilte die Leiterin des UN-Umweltprogramms, Joyce Msuya, mit. Die Politik müsse sich nun für einen neuen Weg der nachhaltigen Entwicklung entscheiden.

Was ist der GEO-6-Bericht?

Der GEO-6-Bericht ist nach eigenen Angaben die ausführlichste Umwelt-Studie der Vereinten Nationen der letzten fünf Jahren. Es handelt sich um den 6. Umweltbericht des UN-Umweltprogramm (UNEP). Demnach arbeiteten 250 Wissenschaftler und Experten aus mehr als 70 Ländern daran. Er wurde im Rahmen der fünftägigen UN-Umweltkonferenz veröffentlicht, die noch bis Freitag in Nairobi stattfindet.

Quelle: DPA

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