Wirtschaftlicher Erfolg

UBA-Präsident gegen stärkere Atomnutzung

Der Präsident des Umweltbundesamtes (UBA), Andreas Troge, hat sich gegen die stärkere Nutzung von Atomkraft in Deutschland ausgesprochen. Stattdessen sollte man auf die Kraftwärmekopplung setzen, sagte Troge am Donnerstag im Deutschlandradio Kultur.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (ddp/sm) - Damit würde man nicht nur unabhängiger von der internationalen Stromversorgung werden, sondern auch die Kohlendioxid-Emissionen weiter reduzieren. Zwar sei die Stromerzeugung in Atomkraftwerken überwiegend kohlendioxidfrei, aber der davor liegende Prozess - die Aufbereitung des Urans - verursache auch Kohlendioxid.

Troge verwies auf die knapp 130 000 Arbeitsplätze, die seit 1998 allein im Bereich der erneuerbaren Energien entstanden seien. Das sei ein erheblicher Zuwachs. Dies sei auch für den internationalen Klimaschutz ein entscheidender Aspekt. "Meine These ist: Auch diejenigen, die jetzt Kyoto noch nicht mitmachen, werden merken, dass die Länder, die Kyoto mitmachen, wirtschaftlich erfolgreicher sind", sagte er.

Der wirtschaftliche Erfolg werde sich in den nächsten Jahrzehnten an der Energieeffizienz und an erneuerbaren Energien entscheiden. Diese Chance sollte gerade Deutschland nicht verpassen.

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