Umfrage

Trotz Unzufriedenheit: Viele Deutsche wechseln Girokonto nicht

Beim Girokonto halten es die Deutschen bisher simple: Einmal eröffnet, bleiben die meisten ihrer Bank treu, so das Ergebnis einer Umfrage. Dabei ist der größte Teil anscheinend gar nicht zufrieden.

KreditkartenrechnerViele Deutschen denken, dass der Wechsel des Girokontos aufwendig ist.© goodluz / Fotolia.com

Berlin - Drei Viertel der Deutschen haben das Girokonto, das sie hauptsächlich nutzen, noch nie gewechselt. Das zeigt eine repräsentative Umfrage unter Personen ab 14 Jahren, die Bitkom Research durchgeführt hat. Viele davon befürchten, dass der Aufwand eines Wechsels sehr hoch ist (67 Prozent). Rund 23 Prozent der Befragten, die ihr Konto noch nie gewechselt haben, sind mit ihrer jetzigen Bank zufrieden.

Nur 3 Prozent nehmen persönliche Beratungen wahr

Von den Befragten, die das Internet nutzen, führen rund 70 Prozent ihre Bankgeschäfte online aus - besonders häufig rufen sie ihren Kontostand ab (100 Prozent) oder tätigen Überweisungen (96 Prozent).

Nur sechs Prozent der Internetnutzer lassen sich im Rahmen des Online-Bankings persönlich zu ihren Finanzen beraten. Noch weniger bestellen für ihren Urlaub online ausländische Währungen (3 Prozent).

Ein Drittel erledigt Bankgeschäfte ausschließlich übers Netz

Trotz der Bankgeschäfte im Netz: Viele Online-Banking-Nutzer besuchen hin und wieder eine Bankfiliale (68 Prozent). Rund ein Drittel der Online-Banking-Nutzer gab allerdings an, Bankgeschäfte ausschließlich online zu erledigen.

Knapp ein Viertel der befragten Internetnutzer kann sich vorstellen, einen Kredit online aufzunehmen. Bereits getan haben es bislang rund sieben Prozent.

Unser Girokonto-Vergleich zeigt schnell und übersichtlich den aktuellen Haben- und Dispozins verschiedener Banken an und filtert individuell anhand des Kontostandes günstige Angebote heraus.

Zum Girokonto-Vergleich

Quelle: DPA

Ausführliche Infos zum Thema
Passende Ratgeber
Das könnte Sie auch interessieren
  • Kontoführung

    Erstmals Negativzinsen auch bei weniger als 100.000 Euro Guthaben

    Von Negativzinsen wurden private Bankkunden bisher verschont, wenn das Guthaben auf dem Konto den Betrag von 100.000 Euro nicht überstieg. Ein Institut hat seine Preispolitik angepasst: Für Girokonten mit Dispo fallen ab 25.000 Euro Guthaben Gebühren an.

  • Brexit

    Brexit: Sparer sollten offene Finanzfragen klären

    Der geplante Brexit stellt Verbraucher vor viele Fragen. Wer in Großbritannien einen Kredit aufgenommen oder eine Versicherung abgeschlossen hat, sollte offene Finanzfragen klären – sofern das möglich ist.

  • Milchglas

    Landwirte: Milchmenge muss gedrosselt werden

    Der niedrige Milchpreis bringt immer mehr Bauern in Bedrängnis - rund 4.000 steigen jährlich aus dem Geschäft aus. Deshalb soll es Unterstützung vom Staat geben. Experten zufolge ist damit das Problem noch nicht gelöst.

  • Deutsche Bank

    Doppelte Abbuchung: Softwarepanne bei der Deutschen Bank

    Einige Kunden der Deutschen Bank mussten in den vergangenen Tagen doppelte Abbuchungen bei ihren Konten feststellen. Bei einigen fiel der Kontostand dadurch sogar in den Dispo. Dem Bankinstitut zufolge handelt es sich aber nur um ein Darstellungsproblem.

  • Sparkasse

    Kein Geldautomat: Sparkasse liefert Bargeld nach Hause

    Die Sparkasse sieht sich in Folge der aktuellen Zinspolitik gezwungen, Maßnahmen zu ergreifen, die vielen Kunden nicht schmecken dürften. Dazu gehören die Strafzinsen für Geschäftskunden oder der Abbau von Filialen. Für Orten ohne Geldautomat gibt es aber auch besondere Services.

Top