Positive Bilanz

Trittin von EEG-Erfolg überzeugt

Im Bundestag hat Umweltminister Trittin in dieser Woche für die Bundesregierung eine positive Bilanz des Erneuerbare-Energien-Gesetzes gezogen. Es sei "das beste Instrument zur rechten Zeit am richtigen Platz" sagte der Minister. Von hohen Kosten für die Verbraucher könne hingegen nicht die Rede sein.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - Das Gesetz zur Förderung der Erneuerbaren Energien (EEG) hat sich nach Auffassung der Bundesregierung bewährt. Es habe den Anteil der erneuerbaren Energien am Stromverbrauch auf knapp zehn Prozent gesteigert, für die Vermeidung von 70 Millionen Tonnen Kohlendioxid pro Jahr gesorgt und Arbeit für inzwischen 130 000 Beschäftigte beschlossen, sagte Umweltminister Jürgen Trittin in dieser Woche im Bundestag.

"Das EEG hat sich als das beste Instrument zur rechten Zeit am richtigen Platz erwiesen", so Trittin weiter. Von hohen Kosten für die Verbraucher könne indes nicht die Rede sein. Das EEG habe am gesamten Strompreis der Haushalte einen Anteil von nur drei Prozent, die Preisteigerungen der vergangenen Monate sei vorwiegend durch die Stromkonzerne verursacht, erläuterte Trittin. Das EEG bewirke den schnellen Ausbau von Windenergieanlagen, Biomassekraftwerken und Photovoltaikanlagen, sei aber kaum für die nominalen Strompreissteigerungen verantwortlich.

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