Preissteigerungen

Trend zu günstiger Beerdigung lässt Preise steigen

In Karben werden nahezu alle Dienstleistungen rund um die Beerdigung teurer.

Geld ausgeben© Peter Atkins / Fotolia.com

In Karben werden nahezu alle Dienstleistungen rund um die Beerdigung teurer. Das Skurrile daran: Gerade die Bevorzugung der günstigeren Bestattungen ist die Hauptursache für die Preissteigerung. Nur bei den klassischen Erdbestattungen sollen die Preise erhalten bleiben.

Urnenbestattung wird teurer

Urnenbestattungen hingegen werden ab Juni in Karben um 100 Euro teurer, um wieder mehr Geld in die Stadtkasse zu bringen. Der Betrieb der Friedhöfe rechne sich nicht mehr. "Uns brechen die Erlöse zusammen", sagte Bürgermeister Guido Rahn (CDU) der Bad Vilbeler Neuen Presse. Somit werde der Preis von 975 Euro auf 1075 Euro angehoben.

Hauptursache für die leeren Kassen sei ausgerechnet die größer werdende Beliebtheit der günstigeren Urnenbestattungen. Deren Anteil sei im Vergleich zu 2012 von 62 auf 80 Prozent gestiegen. Die Einnahmen der Stadt seien indessen um sieben Prozent zurückgegangen. "Sozial verträglich" soll es laut Bürgermeister zugehen. Die Gebühren sollen angehoben werden, allerdings mit dem Ziel einer Kostendeckung von nur 80 Prozent. Die Gebühr für die klassische Erdbestattung soll erhalten bleiben, da diese genug Geld einspiele.

Andere Kosten einsparen

Die SPD stellte sich gegen die Entscheidung und schlug vor, an anderer Stelle zu sparen. Diese Möglichkeiten sieht Rahn aber nicht. Die Gräberpflege führe jetzt schon zu Beschwerden, eine Kooperation mit dem Bad Vilbeler Friedhof sei bereits geprüft worden und wegen der Kontrollen zu aufwendig. FW-Fraktionschefin Rosemarie Plewe pflichtet dem Bürgermeister bei: "Seit Jahren fordert die SPD in Ortsbeiräten, dass Friedhöfe besser gepflegt werden, und jetzt scheut sie sich davor, die Kosten zu tragen." Die SPD konterte mit einem weiteren Argument. Durch die Urnenbestattungen könne man sich die kostspieligen Erweiterungen der Friedhöfe sparen, was bereits vor wenigen Jahren schon einmal diskutiert worden sein soll, so Christel Zobeley (SPD). Aber auch der Vorschlag der SPD, die Preiserhöhungen in das kommende Jahr zu verschieben, wurde nicht angenommen.

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