Internet

Tipps für sicheres Online-Banking

Online-Banking ist ohne Frage praktisch, aber viele schrecken davor zurück, weil sie Sicherheitsbedenken haben. Wer sich für Online-Banking entscheidet, sollte auf jeden Fall einige grundsätzliche Sicherheitstipps beherzigen.

Finanzen© fox17 / Fotolia.com

Hamburg (dapd/red) - Wer Bankgeschäfts online erledigt, sollte darauf achten, dass in der Adresszeile des Browsers "https" und nicht nur "http" steht. Denn "https" signalisiert eine sichere Verbindung. Seinen Kontostand sollte man einmal in der Woche kontrollieren.

Kein Online Banking im Internet-Café

Online-Banking im Internetcafé sollte tabu sein. Zu groß wäre die Gefahr, dass Spuren auf dem Rechner bleiben, die der nächste Nutzer lesen könnte. Gegen versierte Hacker hilft es auch nicht, den Cache des Rechner zu leeren.

WLAN verschlüsseln

Beim Surfen via W-LAN sollte unbedingt ein verschlüsselter Modus genutzt werden. Wer nicht verschlüsselt, handelt grob fahrlässig, urteilte das Oberlandesgericht Düsseldorf (Az.: I-20 W 157/07).

Sicheres Passwort wählen

Wer ältere Versionen von Windows nutzt, kann sich eine zusätzliche Firewall installieren. Dafür gibt es kostenlose Software beispielsweise von Zone Alarm oder Ad-Aware Free. Ein gutes Passwort enthält mindestens acht Zeichen in Groß- und Kleinschreibung sowie Sonderzeichen. Man kann es sich mit einem Merksatz einprägen. Beispiel: "Mein Passwort ist zu 99 Prozent sicher" lässt sich verschlüsseln als "MPiz99%s".

Vorsicht vor Phishing und Pharming

Auch Betrügereien beim Online-Banking nehmen zu. "Kunden droht Gefahr vor allem durch das sogenannte Phishing und Pharming", warnt Michael Bruns, Redakteur der Zeitschrift "test" der Stiftung Warentest. Beim sogenannten Phishing erhalte der Nutzer eine Mail mit der Bitte, sich über einen angefügten Link bei seiner Bank einzuloggen und die persönliche Geheimzahl (Pin) sowie eine Transaktionsnummer (TAN) einzugeben.

Solche Links führen zu täuschend echt aussehenden Seiten der Banken. "Gibt der Kunde dort Pin und TAN ein, haben die Betrüger alles, was sie für einen Onlinebankraub brauchen", sagt Bruns. Allerdings sei das Phishing leicht zu durchschauen, denn welche Bank schreibe ihre Kunden schon per Mail an, um Geheimnummern abzufragen?

Schwerer zu enttarnen und inzwischen weiter verbreitet sei das Pharming, sagt Bruns. Dabei nistet sich ein Schadprogramm unbemerkt auf dem Computer des Nutzers ein. Derlei Programme sind oft in den Anhängen einer E-Mail versteckt, getarnt etwa als Rechnung des Internetauktionshauses Ebay. Öffnet der Nutzer solch einen Anhang, installiert sich der Trojaner automatisch. Auch über soziale Netzwerke kann man sich Schadprogramme einfangen, weshalb eine Antivirensoftware Pflicht sein sollte.

Neues TAN-Verfahren nutzen

Die Bankinstitute forderten ihre Kunden zur Zeit auf, sich für dieses neue Verfahren anzumelden, sagt Bruns. Dabei gibt der Kunde seine Überweisung wie gewohnt am Bildschirm ein und drückt dann die Schaltfläche "TAN anfordern". Kurz darauf bekommt er per SMS eine TAN aufs Handy geschickt. "Dieses Verfahren ist sehr sicher, denn es nutzt zwei technisch getrennte Übertragungswege: das Internet für die Überweisung und das Mobilfunknetz für den TAN-Versand. Beides gleichzeitig zu knacken ist extrem schwierig", sagt Bruns.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Telefonat

    Drillisch: Allnet-Flat mit Mini-Datenflat für 4,99 Euro

    So günstig ist telefonieren geworden: Drillisch hat für Kunden, die viel telefonieren, aber das Internet fast gar nicht nutzen, einen neuen Tarif für 4,99 Euro aufgelegt. Den Tarif bekommt man bei winSIM und PremiumSIM.

  • Online-Shopping

    Online mit Kreditkarte zahlen wird aufwendiger

    Wer beim Online-Shopping mit Kreditkarte bezahlt, muss ab September ein weiteres Sicherheitsmerkmal nutzen. Neben den Kartendaten muss man eine TAN, ein Passwort oder einen Fingerabdruck angeben. Warum die Umsetzung so schwierig ist.

  • Handy Tarife

    Neues Lutea-Modell kommt zu Base

    Nach dem Base Lutea kommt ab Oktober das Lutea 2 zu Base, der Mobilfunkmarke der E-Plus-Gruppe. Wie der Vorgänger ist auch das neue Android-Smartphone im Paket mit einer Datenflat erhältlich. Der Hersteller ist das chinesische Unternehmen ZTE.

  • Handytarife

    ZTE und Telefónica stellen ZTE Skate vor (Upd.)

    Der chinesische Handyhersteller ZTE stellt gemeinsam mit Telefónica sein neues Smartphone ZTE Skate vor. Das Skate ist der Nachfolger des Blade, das es unter dem Namen Lutea bei Base gibt.

  • MP3 Download

    Samsung Galaxy S WiFi: Mediaplayer mit WLAN

    Samsung eröffnet mit den zwei Modellen die Samsung Produktgruppe der "Mobile Internet Devices". Galaxy S WiFi 4.0 und 5.0 sind im Grunde Mediaplayer mit WLAN.

Top