Preissteigerungen

Teurere Mieten dank Mietpreisbremse

Wer gerade jetzt auf der Suche nach einer neuen Wohnung ist, hat einen der denkbar schlechtesten Zeiträume gewählt.

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Wer gerade jetzt auf der Suche nach einer neuen Wohnung ist, hat einen der denkbar schlechtesten Zeiträume gewählt. Dank der geplanten Mietpreisbremse steigen die Mieten aktuell nämlich auf Rekordwerte. Laut Immobilienscout24 liegt die Preissteigerung drei Monate nach Jahresbeginn in einer Höhe, die früher erst innerhalb eines ganzen Jahres erreicht wurde, berichtet Spiegel Online.

Stärkste Preiserhöhung

Immobilienscout24-Geschäftsführer Marc Stilke verriet dem Magazin, dass die Mietpreise direkt erhöht wurden, nachdem die Koalition ihre Pläne zur Mietpreisbremse bekannt gegeben hatte: "Es drängt sich der Eindruck auf, dass Vermieter vor Inkrafttreten der neuen Regulierung Fakten schaffen wollen und jetzt teurer vermieten, als sie es sonst tun würden." Seit der Einführung des Immobilienpreisindexes des Portals sei momentan die stärkste Preiserhöhung erreicht.

Mittlere Großstädte am meisten betroffen

Am schlimmsten treffe es Wohnungsuchende in Regensburg, Trier, Stuttgart und Jena. Im ersten Quartal 2014 seien die Angebotsmieten dort um mehr als vier Prozent erhöht worden. Die Mieten in Hamburg, München und Köln hingegen blieben nahezu gleich. Dahinter könnte der Umstand stecken, dass die Mietpreise dort bereits jetzt so hoch seien, dass eine weitere Steigerung von potenziellen Mietern nicht mehr akzeptiert würde.

Vermieter sorgen vor

Eine zuvor durchgeführte Umfrage des Immobilienportals habe bereits gezeigt, dass Vermieter alle Maßnahmen ergreifen würden, um eventuelle Einbußen durch die Mietpreisbremse auszugleichen. Demnach würden acht Prozent der Vermieter soweit gehen, eine Immobilie gar nicht mehr zu vermieten. 36,5 Prozent würden gestaffelte Mietverträge verwenden, bei denen die Miete regelmäßig erhöht werden könne und 48 Prozent würden zahlungskräftige Mieter bevorzugen. Familien mit Kindern und Alleinerziehende sind neben WGs bei den befragten Vermietern am wenigsten gern gesehen.

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