Anlageberatung

Test: Beratung in Banken ist besser geworden

Einer Untersuchung der Stiftung Warentest zufolge ist die Beratung in Banken im Vergleich zum Vorjahr etwas besser geworden. Wenn es um eine Geldanlage geht, wird der Kunde oft richtig eingeschätzt, dann aber trotzdem eine unpassende Anlage gewählt.

Versicherung© goodluz / Fotolia.com

Berlin – Die Geldanlage-Beratung bei Banken und Sparkassen hat sich nach einer Untersuchung der Stiftung Warentest etwas verbessert. So seien das Anlageziel und die Risikoeinstufung der Kunden den Instituten fast durchweg gut gelungen. In vielen Fällen hätten dann aber die angebotenen Geldanlagen nicht zu diesen Vorgaben gepasst, stellten die Tester in ihrer am Dienstag veröffentlichten Studie fest.

Immerhin drei "gut" bewertete Banken

Von 23 Kreditinstituten erhielten drei für ihre Beratung das Qualitätsurteil "gut", bei der Vorgängerstudie im Jahr 2010 wurde als beste Note "befriedigend" erreicht. Diesmal schnitten 13 Banken und Sparkassen "befriedigend" ab, fünf wurden mit "ausreichend" bewertet und zwei mit "mangelhaft". Insgesamt hatten die Tester 160 Beratungsgespräche von Juni bis September 2015 geführt. Sie wollten als Neukunden 45.000 Euro für zehn Jahre anlegen, das Geld sollte aber auch rasch vorzeitig verfügbar sein.

Falsche Beratung nicht auf Unvermögen zurückzuführen

"Gute Anlageberatung ist immer noch Mangelware. Viel zu oft versorgen Berater ihre Kunden mit falschen Produkten, die nicht zum Anlageprofil passen", sagte der Studienleiter Stephan Kühnlenz in Berlin. "Dieses Problem der Finanzkrise ist bis heute nicht beseitigt." Grobe Beratungsfehler seien "wohl kaum auf das Unvermögen der Berater zurückzuführen, sondern eher darauf, dass sie Produkte verkaufen müssen, die viele Provisionen bringen", erläuterte der Chefredakteur der Zeitschrift "Finanztest", Heinz Landwehr.

Quelle: DPA

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