"Supercharger"

Tesla-Ladestationen ab 2017 nicht mehr kostenlos

Besitzer eines Tesla-Elektroautos können ihr Fahrzeug an den "Supercharger"-Ladestationen kostenlos mit Strom betanken. Für Neukunden ist das demnächst nicht mehr der Fall: Sie können nur noch einige kWh im Jahr kostenlos laden.

Tesla Model S Auto© Tesla Motors Deutschland

Palo Alto – Teslas Netz von 4.600 "Supercharger"-Ladesäulen wird für Neukunden ab dem kommenden Jahr nicht mehr grundsätzlich kostenlos sein. Sie sollen aber pro Jahr 400 Kilowattstunden gratis laden können - ausreichend für rund 1.600 Kilometer, wie der Elektroauto-Hersteller am Montag mitteilte. Danach werde "eine kleine Gebühr" fällig, die Tesla später bekanntgeben will. Sie werde kleiner sein als der Preis einer Tankfüllung für einen vergleichbaren Wagen mit Verbrennungsmotor. Für bisherige Kunden sollen die schnellen Ladestationen weiterhin komplett kostenlos bleiben.

Schlangen an den Tesla-Ladestationen

Die Gratis-Nutzung der vor vier Jahren eingeführten "Supercharger" war bisher ein Verkaufsargument von Tesla. Sie sind grundsätzlich für Fernreisen gedacht, aber das Unternehmen tolerierte es bisher meist, wenn auch Anwohner ihre Autos dort aufluden. Inzwischen bildeten sich aber häufig Schlangen an den Stationen. Ein "Supercharger" braucht rund 75 Minuten, um einen Tesla-Akku komplett aufzuladen und eine halbe Stunde für eine halbe Ladung.

Günstigeres Tesla-Modell geplant

Tesla investiert gerade massiv in die Produktion seines für Ende 2017 angekündigten günstigeren Wagens Model 3 und rechnet daher für die nächste Zeit mit roten Zahlen. Zugleich kündigte das Unternehmen einen weiteren Ausbau des "Supercharger"-Netzes an.

Quelle: DPA

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