Standortverlagerung

Telekom zieht sich weiter aus dem Saarland zurück

Immer mehr Aktivitäten werden offenbar an andere Standorte verlagert: Die Parteien im Landtag gehen von einem weiteren Abbau von Telekom-Arbeitsplätzen im Saarland aus.

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Saarbrücken (dapd/red) - Alle fünf Fraktionen bewerteten die Aussagen des Telekom-Personalvorstands am Freitag im Wirtschaftsausschuss als ernüchternd. "Mit größter Sorge" habe man die Ausführungen des Unternehmens zur Kenntnis genommen, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung von CDU, SPD, Linken, FDP und Grünen.

Die bisherigen Bemühungen, das Unternehmen von einem weiteren Rückzug abzubringen, hätten "zu keinerlei Erfolg geführt".

Schrittweise Standortverlagerung

Seit 2003 hat sich die Telekom den Angaben zufolge schrittweise immer weiter aus dem Land zurückgezogen und Aktivitäten an andere Standorte verlagert. Aktuell gehe es um den Verlust von 70 Arbeitsplätzen bei der Telekom-Tochter VCS sowie weitere Arbeitsplätze, die "in der Diskussion" seien. Zusagen zu einer Beschäftigungssicherung für rund 500 Mitarbeiter der VCS im Saarland über 24 Monate seien "nicht eingehalten" worden.

Weitere Gespräche angekündigt

Die Fraktionen kündigten an, sich in der nächsten Sitzung des Ausschusses erneut mit der Problematik zu befassen. Dabei werde es auch um die Frage gehen, wie man mit einem Unternehmen umgehe, das das Land "stiefmütterlich" behandele.

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