Breitband-Kooperation

Telekom und eins energie bauen Glasfaser aus

Erstmals kooperiert die Deutsche Telekom mit einem Energiedienstleister, um in einer Stadt ein Hochleistungs-Glasfasernetz zur Breitbandversorgung anzubieten. Dadurch sollen die Chemnitzer bald mit bis zu 200 Mbit/s im Internet surfen.

12.03.2012, 11:13 Uhr
Mann Laptop© Crashoran / Fotolia.com

Chemnitz/Bonn (red) - Der regionale Dienstleister eins energie in sachsen wird dabei die Infrastruktur errichten und die Telekom das Netz betreiben. Bereits im Herbst sollen die ersten Chemnitzer, die an das Glasfasernetz angeschlossen sind, mit einer Höchstgeschwindigkeit von bis zu 200 Mbit/s beim Herunterladen im Netz surfen können. Bis Ende 2014 sollen bis zu 60.000 Haushalte an das Glasfasernetz angeschlossen werden.

Glasfaser-Ausbau startet im April

"Dies ist das größte Glasfaser-Projekt der Deutschen Telekom bundesweit und hier in Chemnitz ist es uns zum ersten Mal gelungen, eine Glasfaser-Kooperation mit einem regionalen Versorger zu verwirklichen", sagt Niek Jan van Damme, Sprecher der Geschäftsführung der Telekom Deutschland GmbH.

Die Ausbauarbeiten beginnen im April. Bereits in diesem Jahr sollen 20.000 Wohneinheiten an das neue Netz angeschlossen werden. Der Ausbau soll dann in den folgenden zwei Jahren mit ebenfalls je rund 20.000 angeschlossenen Wohneinheiten fortgesetzt werden.

Ausbau richtet sich auch nach Interesse

Für Netzarbeiten bis ins Haus und bis hinter die Wohnungstür benötigt eins die Zustimmung der Eigentümer. Daher werden in den nächsten Wochen und Monaten Hausbesitzer in Chemnitz Post von eins erhalten, in der darüber informiert wird, was zu tun ist. Wenn sich 80 Prozent der Wohnungseigentümer im ersten Ausbaugebiet für einen Glasfaser-Anschluss entscheiden und zehn Prozent der Haushalte ein über den Glasfaser-Anschluss vermarktetes Produkt wählen, sollen Schritt für Schritt weitere Gebiete in Chemnitz in den Jahren 2013 und 2014 ausgebaut werden.

Schnelles Internet bis in die Wohnung

Beim eins-Glasfaser-Ausbau wird die Glasfaser-Leitung bis in die Wohnung oder ins Haus verlegt und endet erst hinter der Wohnungstür - bereit für den Anschluss von Telefon oder Internet. Die Technik wird als "Fibre to the Home" (FTTH) bezeichnet - auf Deutsch: "Glasfaser bis in die Wohnung" oder "bis ins Haus". Das ermöglicht deutlich schnellere Verbindungen als ein Kupferkabel, wie es auf den letzten Metern üblich ist. Zunächst werden Anschlüsse mit bis zu 200 Mbit/s angeboten werden, später sollen noch höhere Geschwindigkeiten möglich sein.

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