Zusammenschluss

TEAG und GVT fusionieren zu E.ON Thüringer Energie AG

Elefantenhochzeit in Thüringen: Unter der Regie von E.ON werden sich die Thüringer Energie AG (TEAG) und die Gasversorgung Thüringen GmbH (GVT) zum 1. September zusammenschließen. Das neue Unternehmen E.ON Thüringer Energie AG wird mit 1500 Beschäftigten etwa 700 000 Thüringer mit Strom und Gas versorgen.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Erfurt (ddp-lth/sm) - Die Thüringer Energie AG (TEAG) und die Gasversorgung Thüringen GmbH (GVT) schließen sich zusammen. Damit entstehe ein leistungsstarkes regionales Energieversorgungsunternehmen, teilten Ministerpräsident Dieter Althaus (CDU) und der Vorstandsvorsitzende der E.ON Energie AG, Johannes Theyssen, am Donnerstag in Erfurt gemeinsam mit. Die neue E.ON Thüringer Energie AG werde knapp 700 000 Kunden im Freistaat mit Strom, Gas und Wärme versorgen.

Laut Theyssen müssen die kommunalen Gremien, die an beiden Versorgern beteiligt sind, noch zustimmen. Bis Ende August soll aber alles unter Dach und Fach sein, so dass das neue Unternehmen zum 1. September seine Arbeit aufnehmen könne. An der E.ON Thüringer Energie AG werde E.ON anfangs etwa 70 Prozent und die Kommunen etwa 30 Prozent halten. Den kommunalen Aktionären werde aber eine Aufstockung ihrer Anteile angeboten. Möglich sei dann in ein bis zwei Jahren ein Besitzstruktur von 51 zu 49 Prozent.

Althaus begrüßte den Zusammenschluss als "richtigen Schritt zur richtigen Zeit". Es entstehe ein schlagkräftiges Unternehmen, das den Wirtschaftsstandort Thüringen stärke. Zudem seien bei dem Zusammenschluss keine Arbeitsplätze gefährdet, sagte der Regierungschef. Althaus räumte jedoch ein, dass die Energiepreise durch die Fusion auf kurzfristige Sicht nicht sinken würden. Mittelfristig erwartet Althaus eine "Stabilisierung der Preise".

Mit dem neuen Versorger entsteht nach Angaben von Theyssen das zweitgrößte Thüringer Unternehmen. Mit 1500 Beschäftigten erziele es einen Umsatz von knapp 1,2 Milliarden Euro und liefere einen Gas- beziehungsweise Stromabsatz von sieben Milliarden und zwölf Milliarden Kilowattstunden.

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