Unterlassungserklärung

TEAG gegen Yello: Irreführende Werbung muss eingestellt werden

Die Thüringer Energie AG (TEAG) hat die Yello Strom GmbH bei dem Versuch gestoppt, im Zusammenhang mit einer Erhöhung der Yello-Strompreise unlauter zu werben. Mit den ab 1. September 2003 gültigen, erhöhten Yello-Preisen wird der Kölner Stromanbieter in allen Verbrauchsfällen bei Privathaushalten teurer sein als die günstigsten TEAG-Angebote.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Die Yello Strom GmbH hatte die Ankündigung der Strompreiserhöhung laut TEAG benutzt, um ihre Kunden aufzufordern, bis 15. August neue Kunden zu werben. Dabei hatte das Unternehmen in "unlauterer und irreführender" Weise den Eindruck erweckt, als könnten Yello-Bestandskunden der angekündigten Preiserhöhung für die Dauer eines Kalenderjahres entgehen, wenn sie ihre Nachbarn zum Abschluss von Stromlieferverträgen mit Yello bewegen, kritisiert die TEAG. Tatsächlich ließ sich dadurch die Yello-Preiserhöhung allenfalls um vier Monate verschieben.

Auf Betreiben der TEAG verpflichtete sich der Kölner Stromhändler jetzt, es "zu unterlassen, im geschäftlichen Verkehr zu Zwecken des Wettbewerbs die Schenkung der Differenz zwischen dem alten und dem neuen Preis für das ganze Jahr zu versprechen, obwohl der Vorteil dem Kunden nur über den Zeitraum vom 1. September bis 31. Dezember 2003 gewährt wird und dies als Alternative zu einer Preiserhöhung werbend anzukündigen."

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