Anbieterwechsel

Tarife für die Wärmepumpe: Preisdifferenz liegt bei 340 Euro

Die Wärmepumpe wird bei Hausbesitzern immer beliebter. Wer sich für das Heizsystem entscheidet, sollte sich nach speziellen Stromtarifen umsehen. Einer Analyse zufolge gibt es bei den Anbietern große Preisdifferenzen.

WärmepumpeSpezielle Stromtarife für eine Wärmepumpe sind in der Regel günstiger als die Angebote für Haushaltsstrom.© guukaa / Fotolia.com

Heidelberg - Gas, Öl, Pellet, Solar: Heizsysteme gibt es viele. Doch knapp jeder dritte Bauherr in Deutschland entscheidet sich aktuell für eine Wärmepumpe. Die Stromkosten dafür können Hausbesitzer mit einem Anbieterwechsel deutlich senken. Das hat eine Verivox-Analyse ergeben. Ein Musterhaushalt in einem Einfamilienhaus mit Wärmepumpe und einem Stromverbrauch von 7.500 Kilowattstunden (kWh) zahlt beim örtlichen Grundversorger durchschnittlich 1.717 Euro im Jahr. Das günstigste verfügbare Angebot kostet im Bundesschnitt 1.374 Euro. Mit einem Wechsel des Anbieters können Betreiber von Wärmepumpen demnach durchschnittlich 343 Euro pro Jahr einsparen.

Wärmepumpe-Tarife nehmen zu - Nutzer haben die Wahl

Verbraucher können sich zwischen immer mehr Anbietern entscheiden. Pro Postleitzahl bieten derzeit durchschnittlich 34 Anbieter Wärmepumpe-Tarife an. Im Vergleich zu 2014 hat sich die Anzahl der Anbieter damit mehr als verdreifacht. "Wer mit Strom heizt, musste lange mit dem örtlichen Grundversorger vorliebnehmen, günstige Alternativen gab es kaum. Mittlerweile gibt es aber viele Versorger, die Heizstrom überregional anbieten", sagt Mathias Köster-Niechziol, Energieexperte bei Verivox.

Anbieterwechsel: Separater Zähler ist notwendig

Für Wärmepumpen gibt es spezielle Stromtarife, die in der Regel deutlich günstiger sind als Angebote für herkömmlichen Haushaltsstrom. Voraussetzung ist jedoch, dass der heimische Anschluss unterbrechbar ist. Das ist in der Regel der Fall, wenn der Wärmestrom über einen separaten Zähler gemessen wird.

Mithilfe eines Onlinevergleichs finden Verbraucher mit nur wenigen Angaben den passenden Tarif und können den Wechsel beauftragen. Um den Rest, einschließlich der Kündigung beim bisherigen Versorger, kümmert sich der neue Anbieter. Zu einer Versorgungsunterbrechung kann es nicht kommen. Eine durchgehende Stromversorgung ist gesetzlich garantiert.

Das könnte Sie auch interessieren
  • erneuerbare Energien

    Vereinzelt deutliche Erhöhung der Stromnetzentgelte erwartet

    Die EEG-Umlage sinkt, aber die Stromnetzentgelte werden wohl steigen. Während die Teuerung im Schnitt moderat ausfällt, sind vor allem die Stadtstaaten Bremen und Hamburg von deutlichen Erhöhungen betroffen.

  • Taschenrechner

    Energieverbrauch stieg 2017 erneut um 1,5 Prozent

    Bis 2014 ging der Energieverbrauch in deutschen Haushalten zurück. Dann kehrte sich der Trend um und auch 2017 wurde dem Statistischen Bundesamt zufolge wieder mehr Energie verbraucht.

  • Stromrechnung

    Studie: Bremer wechseln Stromanbieter am seltensten

    In Bremen halten Verbraucher ihrem Stromanbieter die Treue. Einer Analyse zufolge wurde in dem Bundesland am seltensten der Stromlieferant gewechselt. Liegt das an den niedrigen Preisen in Bremen?

  • Strompreis

    Umlagen und Handelspreise sinken: Strom bleibt teuer

    Strom ist in Deutschland im Vergleich zu anderen EU-Ländern teuer. Und daran ändert sich wohl auch im kommenden Jahr nichts, obwohl staatliche Umlagen und die Beschaffungspreise für die Stromhändler sinken.

  • Smart Meter

    Verzögerung bei der Einführung smarter Stromzähler

    Intelligente Stromzähler sollen dabei helfen, den Stromverbrauch in Deutschland zu drosseln. Deshalb werden alte Stromzähler nach und nach gegen die digitale Version ausgetauscht. Für Stromkunden mit einem geringen Verbrauch hat die Umrüstung bereits begonnen. Bei den Großkunden gibt es eine Verzögerung.

Top