Tacke gibt Startschuss für Internetpreis 2001

28.08.2000, 13:55 Uhr
Internettarife© Daniel Fleck / Fotolia.com
Mit dem Deutschen Internetpreis zeichnet das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie jährlich auf der CeBIT Best-Practice-Beispiele von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) für innovative Internet-Entwicklungen aus. Den Gewinnern winken dabei Geldpreise in Höhe von jeweils 100.000 Mark.

Die Auswahl der drei besten Ideen erfolgt durch eine unabhängige Jury. Der Wettbewerb ist auf fünf Jahre mit wechselnden Schwerpunktthemen angelegt und wird von der Bertelsmann mediaSystems GmbH, der Deutschen Telekom AG, der Ision Internet AG, der net AG und der Plenum AG gesponsert. Medienpartner sind Capital, BIZZ und das ZDF.

Heute gab Staatssekretär Dr. Alfred Tacke den Startschuss für die Ausschreibung: "Der Deutsche Internetpreis, der im Jahr 2001 zum zweiten Mal verliehen wird, setzt ein Signal für mehr innovative Internet-Anwendungen in der mittelständischen Wirtschaft. Mit der diesjährigen Runde soll ein breiter Anschub für e-Logistikprozesse im Mittelstand ausgelöst werden. Nach 598 Vorschlägen im letzten Jahr - dies war eine hervorragende Resonanz - erwarte ich auch in diesem Jahr wieder eine rege Beteiligung am Deutschen Internetpreis."

Das Thema des Deutschen Internetpreises 2001 ist die Integration von e-Logistikprozessen in das E-Business von kleinen und mittleren Unternehmen. Gesucht werden die innovativsten, kundenfreundlichsten und wirtschaftlich erfolgreichsten Beispiele für Logistik als Teil des mittelständischen E-Business. Die vielfach noch bestehende Logistiklücke bei Internet-Anwendungen soll so geschlossen werden.

Ab sofort können kleine und mittlere Unternehmen ihre Beispiele einreichen. Die Bewerbungsfrist endet am 15. Dezember 2000.

Der Deutsche Internetpreis ist Teil des im September 1999 verabschiedeten Aktionsprogramms "Innovation und Arbeitsplätze in der Informationsgesellschaft des 21. Jahrhunderts" der Bundesregierung. Er soll dazu beitragen, dass die kommerzielle Nutzung des Internets durch den Mittelstand weiter steigt, die Internet-Nutzung stärker als bislang zur allgemeinen Geschäftspraxis in der Wirtschaft wird und insbesondere Nachahmungseffekte bei anderen KMU ausgelöst werden sowie die Akzeptanz für das Internet in der Gesellschaft erhöht wird.

Der Mittelstand steht vor völlig neuen Herausforderungen, wenn Geschäfte auf den globalisierten Märkten des Informationszeitalters durchgeführt werden. Informations- und Wissensmanagement, Wertschöpfungsketten, Workflow-Prozesse, Vertrieb und Marketing sowie Logistik müssen neu ausgerichtet werden. Nach einer von der Forschungsgesellschaft empirica im Auftrag des BMWi erstellten Studie haben in Deutschland zwar zwei Drittel der Betriebe einen Internet-Zugang und fast 50 Prozent sind mit einer eigenen Website vertreten, aber erst ein Viertel der Betriebe kauft online ein und lediglich 14 Prozent vertreiben ihre Produkte online.

Staatssekretär Tacke: "Deutschland muss auf dem Weg in das Informationszeitalter die Nr. 1 in Europa werden. Ich setze auf die Innovationskraft des Mittelstandes bei der Einführung und Nutzung von E-Commerce und dazugehöriger Logistik. Das Marktpotenzial für E-Commerce liegt nach Schätzungen von Fachleuten bei rund 120 Milliarden Dollar im Jahr 2003 allein in Deutschland."

Die Richtlinie und das Anmeldeformular zum Deutschen Internetpreis 2001 können im Internet unter www.Internetpreis-Deutschland.de abgerufen werden.

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