Ungelöstes Endlagerproblem

Symbolischer Castor-Transport quer durch Deutschland

Mit einer Aktionstour durch zwölf Städte will das Kampagnennetzwerk Campact auf das ungelöste Endlagerproblem beim Atommüll aufmerksam machen. Bei dem Gedanken, radioaktiven Abfall vor der eigenen Haustür zu lagern, "packt selbst eingefleischte Befürworter der Risikotechnologie blankes Entsetzen", betonte Netzwerksprecherin Kerstin Schnatz.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Hamburg (ddp/red) - Während der Tour wollen die Aktivisten symbolisch nach passenden Endlagerstätten für den radioaktiven Müll suchen. Die Aktion beginnt am kommenden Freitag (28. August) in Berlin. Am nächsten Samstag (29. August) wollen die Aktivisten mit einer Castor-Attrappe samt 40-Tonnen-Lastwagen, Sirenen, Schutzanzügen und Geigerzählern durch die Hamburger Innenstadt ziehen. Höhepunkt sei eine "Probebohrung" auf dem Rathausmarkt.

Anschließend sind weitere Aktionen in Bremen (31.8.), Hannover (1.9.), Leipzig (3.9.), Köln (9.9.), Mainz (11.9.), Frankfurt am Main (12.9.), Stuttgart (15.9.), München (16.9.), Nürnberg (17.9.) und Münster (19.9.) geplant. Darüber hinaus soll der symbolische Castortransport am 5. September auf der bundesweiten Anti-Atom-Demonstration in Berlin mitrollen.

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