Analyse

Sylter sparen bei den Heizkosten – Mannheimer zahlen drauf

Bei den Heizkosten gibt es für das vergangene Jahr erhebliche Preisunterschiede je nach Brennstoff und Region. Während einige Ölheizer im Norden mit hohen Rückzahlungen rechnen können, wurde es für Gasheizer in Lahr im Schwarzwald, in Mannheim und Cottbus teurer.

Energiekosten© Margit Power / Fotolia.com

Eschborn - Die milde Witterung im Norden führt für das Jahr 2016 zu hohen Rückzahlungen bei den Heizkosten. Dagegen müssen viele Verbraucher im Süden nachzahlen, ergab eine Analyse des Unternehmens Techem, das unter anderem den Wärmeverbrauch von mehr als zehn Millionen Wohnungen erfasst und abrechnet. Danach gibt es die höchsten Rückerstattungen für Verbraucher mit Ölheizungen auf der Insel Sylt, deren Kosten um 19,7 Prozent rückläufig waren. Auch die übrigen günstigen Orte für Ölverbraucher liegen überwiegend im Norden. Weit vorn sind Schleswig (minus 18,9 Prozent), Schwerin (minus 16,9 Prozent) sowie Greifswald und Aachen (jeweils minus 16,8 Prozent).

Kostenanstieg beim Heizen mit Gas

Wer seine Wohnung mit Öl heizt, kann in ganz Deutschland mit Kostenersparnissen rechnen, weil der durchschnittliche Preis für Heizöl im vergangenen Jahr um 16,3 Prozent niedriger ausgefallen ist. Anders sieht es bei den Gaspreisen aus, die lediglich um 2,8 Prozent rückläufig waren. Das führt in Kombination mit den regionalen Temperaturen zu Kostensteigerungen von 5,2 Prozent in Lahr im Schwarzwald, den höchsten in Deutschland. Ebenfalls teurer wurde es für Gaskunden in Mannheim (plus 2,5 Prozent), Öhringen (plus 2,2 Prozent), Rheinstetten (plus 2,0 Prozent) und Cottbus (plus 1,9 Prozent).

2016 wurde mehr Heizenergie benötigt

Im Durchschnitt haben die Verbraucher laut Techem wegen der kühleren Witterung im vergangenen Jahr 1,9 Prozent mehr Energie für die Raumheizung benötigt. Techem hat die Temperaturdaten des Deutschen Wetterdienstes regional ausgewertet und mit den Preisen zusammengefasst. Die tatsächliche Einsparung für Heizölkunden hängt auch noch wesentlich vom Zeitpunkt des Kaufs ab.

Quelle: DPA

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