Steigende Preise nötig

Studie: Strompreise im Großhandel zu niedrig für Investitionen

Höhere Großhandelspreise für Strom in Deutschland wären einer neuen Studie zufolge gerechtfertigt, um Investitionen in Kraftwerke zu finanzieren. Von 2005 bis 2009 seien die Großhandelspreise meist auf einem Niveau gewesen, "das langfristig keine Investitionen in neue Kraftwerke rechtfertigen würde", erklärte Axel Ockenfels von der Universität Köln,

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Brüssel (afp/red) - Ockenfels, der ie Studie gemeinsam mit der Berliner European School of Management and Technology (ESMT) erstellt hatte, verwies auf die Risiken ungenügender Investionen in die Modernisierung oder den Neubau von Stromkraftwerken. Sie könnten dazu führen, dass selbst kleinere Unternehmen bei Engpässen plötzlich große Marktmacht erlangen und dann hohe Preise verlangen könnten. Die Studie wurde vom Energiekonzern RWE in Auftrag gegeben. Großhandelspreise bestimmen die Preise für die Endverbraucher mit.

Verivox: Strompreise an der Börse müssen nicht steigen

Ein Experte des Verbraucherportals Verivox verwies demgegenüber darauf, dass deutsche Energiekonzerne in den kommenden Jahren voraussichtlich von vergleichsweise günstig hergestelltem Strom aus Atomkraftwerken profitieren könnten. Die Großhandelspreise und damit die Preise für die Verbraucher müssten deshalb nicht unbedingt steigen, um neue Investitionen zu finanzieren, sagte Energiewirtschaftsexperte Peter Reese.

Während die Großhandelspreise für Strom zuletzt schwankten, stiegen die Stompreise für Verbraucher in den letzten Jahren oft deutlich an. 2009 wurde Strom für Verbraucher nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Schnitt 6,2 Prozent teurer. Daher sollten Verbrauchern regelmäßig Strompreise vergleichen, denn mit einem Wechsel zu einem günstigen Stromanbieter lässt sich oft viel Geld sparen. Einen Preisvvergleich für Strom finden Sie hier.

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