Aktionäre

Studie: Dax-Konzerne bringen Ausschüttungen auf neuen Rekordwert

Die Dax-Konzerne sollen ihre Aktionäre einer Studie zufolge mit Dividenden auf Rekordniveau verwöhnen. Das Prüfungsunternehmen EY geht von einer Steigerung von insgesamt 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr aus. Autokonzern Daimler soll erneut an der Spitze der Dividendenzahler stehen.

Aktienmarkt© Dan Race / Fotolia.com

Frankfurt - Deutschlands Börsenschwergewichte schütten einer Studie zufolge in diesem Jahr so viel Geld an ihre Aktionäre aus wie nie zuvor. Nach Berechnungen des Beratungs- und Prüfungsunternehmens EY steigt die Dividende der 30 Dax-Konzerne für 2017 auf die Bestmarke von insgesamt voraussichtlich 36,1 Milliarden Euro. Das sind gut 15 Prozent mehr als im Vorjahr, wie EY am Donnerstag mitteilte. Angesichts der guten Konjunktur spreche einiges für weiter steigende Gewinne und damit steigende Ausschüttungen, sagte Mathieu Meyer, Mitglied der EY-Geschäftsführung. Das Plus dürfte aber künftig nicht mehr so stark ausfallen wie in diesem Jahr.

Daimler bleibt größter Dividendenzahler

Bei 20 Unternehmen steigt die Ausschüttung EY zufolge in diesem Jahr auf ein Rekordniveau. Größter Dividendenzahler Deutschlands ist erneut der Autokonzern Daimler mit insgesamt 3,9 Milliarden Euro (plus 12 Prozent). Der Versicherungskonzern Allianz liegt mit 3,5 Milliarden Euro (plus drei Prozent) auf dem zweiten Platz. Die Anteilseigner der Commerzbank gehen wie im Vorjahr leer aus.

Starke Gewinnentwicklung bei den Unternhemen

"Der starke Anstieg der Dividendenausschüttung spiegelt die gute Entwicklung der meisten Dax-Konzerne im operativen Geschäft und auch die sehr gute Gewinnentwicklung wider", erläuterte Meyer. Weil die Gewinne der Unternehmen in der Summe noch stärker stiegen als die Dividenden, sank die Ausschüttungsquote von 54,9 auf 37,7 Prozent. Getrieben wurden die Gewinne allerdings auch von Sonderfaktoren wie der US-Steuerreform, von der einige Konzerne profitierten.

Meyer bezeichnete die vorsichtige Dividendenpolitik der Unternehmen angesichts der bevorstehenden Herausforderungen als vernünftig: "In vielen Branchen stehen erhebliche Investitionen in den Umbau von Geschäftsmodellen und die Entwicklung neuer Technologien an." Dafür brauchten die Konzerne ausreichende Finanzmittel.

Quelle: DPA

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