Statistik

Stromverbrauch im Haushalt: Ein Drittel in der Küche

Im Jahr 2000 haben die deutschen Haushalte insgesamt 111,2 Milliarden Kilowattstunden Strom verbraucht. Nach neusten Zahlen des VDEW entfiel davon gut ein Drittel auf den Betrieb der Küche. Für Beleuchtung wurden etwa neun Milliarden Kilowattstunden verwendet und der Betrieb von Fernseh-, Hifi- und Videogeräten verbrauchte acht Milliarden Kilowattstunden.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Wer Strom effizient einsetzen will, muss wissen, wofür die Energie verbraucht wird: In den Haushalten findet mit 40 Milliarden Kilowattstunden mehr als ein Drittel des Stromverbrauchs in der Küche statt. Das zeigt der Verband der Elektrizitätswirtschaft (VDEW), Berlin, mit neuesten Zahlen für 2000.

Auf Kühlschränke und Gefriertruhen entfallen mit nahezu 23 Milliarden Kilowattstunden etwa 21 Prozent des gesamten Stromverbrauchs der Haushalte, die weitere Küchenausstattung mit Herd, Spülmaschine und Warmwassergeräten hatte einen Anteil von fast 15 Prozent, ermittelte der VDEW.

Beleuchtung schlägt mit insgesamt nahezu neun Milliarden Kilowattstunden und einem Anteil von acht Prozent zu Buche. Die Unterhaltung und Information mit Fernseh-, Hifi- und Videogeräten und Computern verbrauchte acht Milliarden Kilowattstunden und hat einen Anteil von sieben Prozent am Stromverbrauch im Haushalt.

Übersicht über den Stromverbrauch von Haushaltsgeräten im Jahr 2000. In Klammern stehen der Verbrauch in Milliarden Kilowattstunden / Anteil am gesamten Stromverbrauch im Haushalt:

Kühlschrank (11,6 / 11), Warmwasser Bad (11,5 / 10), Gefriergerät (11,2 / 10), Elektroherd (10,3 / 9), Beleuchtung (9,3 / 8), Fernseher, Audio, Video, PC (7,7 / 7), Gemeinschaftsanlagen wie Treppenhausbeleuchtung, Aufzüge (6,5 / 6), Waschmaschine (4,7 / 4), Geschirrspüler (3,6 / 3), Warmwasser Küche (3,5 / 3), Wäschetrockner (3,2 / 3), Elektrische Heizgeräte (ohne Elektro-Speicherheizung und Elektro-Wärmepumpen) (2,0 / 2) und Sonstige Haushaltsgeräte und Anwendungen (26,1 / 24).

Das könnte Sie auch interessieren
  • Taschenrechner

    Energieverbrauch stieg 2017 erneut um 1,5 Prozent

    Bis 2014 ging der Energieverbrauch in deutschen Haushalten zurück. Dann kehrte sich der Trend um und auch 2017 wurde dem Statistischen Bundesamt zufolge wieder mehr Energie verbraucht.

  • Photovoltaik Vergleich

    Polarstern: Eigenverbrauch bei Solaranlage rechnet sich immer mehr

    Wer selbst Strom mit einer Solaranlage erzeugt, ist dem Ökostromversorger Polarstern zufolge gut damit beraten, so viel wie möglich von der Energie selbst zu verbrauchen. Der Eigenverbrauch lohnt sich demnach immer mehr.

  • Strompreise

    Wofür Haushalte Strom verbrauchen und wie man ihn sparen kann

    Wohin fließt der Strom? Diese Frage stellte sich die NaturEnergie AG und stellte die wichtigsten Haushaltsbereiche zusammen: Heizen, Warmwasser, Kühlen und Gefrieren - das sind die größten "Energiefresser". Stromsparen ist ansonsten gar nicht so schwer - und es hilft vor allem, Kosten zu senken.

  • Hochspannungsmasten

    Strom aus Schweizer Alpen für Berlin

    Aus dem Schmelzwasser der Gletscher rund um den Piz Bernina - dem einzigen 4000er-Gipfel in den Ostalpen - wird im abgelegenen Schweizer Bergtal Puschlav seit 100 Jahren sauberer Strom erzeugt. Seit 1. Oktober 2002 bringt die Energie aus den alpinen Kraftwerken u. a. das Berliner Rathaus, Krankenhäuser und Universitäten zum Erleuchten.

  • Energieversorung

    Stromwirtschaft steigert Wirkungsgrad

    Durch neue Technologien benötigt der fossil befeuerte Kraftwerkspark der deutschen Stromwirtschaft heute nur noch knapp halb soviel Brennstoff zur Erzeugung einer Kilowattstunde Strom als vor 50 Jahren. Der durchschnittliche Wirkungsgrad beträgt 36 Prozent, bei modernen Kraftwerken seien Wirkungsgrade bis zu 60 Prozent möglich.

Top