Energiesparen

Stromspiegel entlarvt Energiefresser-Haushalte

Der aktuelle Stromspiegel macht es Verbrauchern besonders leicht, den eigenen Stromverbrauch zu bewerten. Demnach liegt beispielsweise der durchschnittliche Verbrauch eines Dreipersonenhaushaltes in einer Wohnung bei 2.600 kWh Strom im Jahr. Sparsame Haushalte benötigen nur 1.700 kWh und sparen damit rund 260 Euro.

Smart MeterFür den Stromspiegel wurden die Verbrauchsdaten von 161.000 Haushalten verglichen.© galaxy67/ fotolia.com

Berlin - Ein durchschnittlicher Dreipersonenhaushalt kann jährlich 900 Kilowattstunden (kWh) Strom sparen. Das entspricht in etwa 260 Euro und 510 Kilogramm CO2-Emissionen. Diese Zahlen gehen aus dem neuen Stromspiegel für Deutschland hervor, den das Bundesumweltministerium heute gemeinsam mit Partnern aus Forschung, Wirtschaft und Verbraucherschutz veröffentlicht hat. Ein durchschnittlicher Dreipersonenhaushalt verbraucht demnach in einer Wohnung im Mehrfamilienhaus 2.600 kWh Strom im Jahr. Ein vergleichbarer Haushalt in der effizientesten Stromspiegel-Kategorie kommt hingegen mit 1.700 kWh oder weniger aus.

Durchschnittlicher Stromverbrauch pro Person

Jeder Deutsche verbraucht jährlich im Schnitt 1.400 kWh Strom, zeigt der aktuelle Stromspiegel. Das entspricht Stromkosten in Höhe von rund 400 Euro. Wird das warme Wasser in Bad und Küche elektrisch erhitzt, erhöht sich demnach der Verbrauch um 27 Prozent oder etwa 400 kWh, was auf knapp ein Drittel aller deutschen Haushalte zutrifft.

Neben der elektrischen Warmwasserbereitung und der Haushaltsgröße beeinflusst vor allem der Gebäudetyp den Stromverbrauch. Im Mehrfamilienhaus verbraucht ein vergleichbarer Haushalt dem aktuellen Vergleich zufolge durchschnittlich 37 Prozent weniger Strom als im Einfamilienhaus. Außenbeleuchtung, Garten, Garage und der Strom für die allein genutzte Heizungspumpe sorgen für einen höheren Stromverbrauch.

Stromspiegel teilt Stromverbrauch in sieben Kategorien ein

Mit dem Stromspiegel können Privathaushalte leicht feststellen, wie groß ihr Sparpotenzial ist, informiert die co2online GmbH. Die eigene Stromrechnung und die bundesweiten Vergleichswerte des Stromspiegels genügen, um den Verbrauch in eine von sieben Kategorien einzuordnen. Wie beim EU-Energielabel bedeutet "grün" (Klasse A) einen geringen Verbrauch und "rot" (Klasse G) einen sehr hohen Verbrauch. Der Stromspiegel berücksichtige dabei auch die Wohnsituation: Faktoren wie Haushaltsgröße, Gebäudetyp und die Art der Warmwasserbereitung fließen in das Ergebnis ein.

161.000 Verbrauchsdaten deutscher Haushalte wurden für den neuen Stromspiegel ausgewertet. Die Preisangaben basieren auf der BDEW-Strompreisanalyse 2016. Der durchschnittliche Strompreis in Deutschland liegt bei 28,80 Cent je kWh für einen Musterhaushalt mit 3.500 kWh pro Jahr.

Es gibt aber auch Energieanbieter, die ihren Strom günstiger verkaufen. Mit unserem Tarifrechner ist der bisherige Stromtarif schnell mit anderen Angeboten verglichen.

Strompreise vergleichen
Weiterführende Links
Das könnte Sie auch interessieren
  • Strompreis

    Netzentgelte sinken im Schnitt um vier Prozent

    Die Netzentgelte sollen den Tarifexperten von Verivox zufolge im kommenden Jahr im bundesweiten Schnitt sinken. Das gilt leider nicht für alle Bundesländer. Und vor allem bedeutet das nicht, dass die Stromanbieter die Preissenkungen weitergeben.

  • Strompreis

    Ökostrom-Umlage liegt 2018 bei 6,792 Cent

    Die Ökostrom-Umlage fällt im kommenden Jahr um 0,088 Cent und liegt damit bei 6,792 Cent pro Kilowattstunde. Leider sagt das aber noch nichts darüber aus, wie die Stromrechnung ausfallen wird. Andere Kostenbestandteile verteuern sich nämlich.

  • Stromkosten

    Steuern und Umlagen erreichen neues Rekordhoch beim Strompreis

    Einer aktuellen Auswertung zufolge summieren sich die im Strompreis enthaltenen Steuern, Abgaben und Umlagen in diesem Jahr auf ein neues Rekordhoch. Den Tarifexperten von Verivox zufolge liegt die Abgabenlast für einen durchschnittlichen Haushalt 2017 bei rund 559 Euro.

  • Jugendlicher

    PC-Rollenspiele und Ego-Shooter treiben Stromverbrauch in die Höhe

    Der Stromverbrauch kann sich durch das PC-Spielen drastisch erhöhen. Im einigen Fällen ist die Stromrechnung dann sogar einige hundert Euro teurer. Es gibt aber ein paar Möglichkeiten, wie Gamer die Stromkosten im Zaum halten können.

  • Strompreiserhöhung

    Vergleich: Belastung durch Stromkosten im Osten deutlich höher

    Bei den Stromkosten trifft es Verbraucher im Osten des Landes deutlich härter als im Westen. Das liegt zum einen daran, dass die Strompreise variieren. Zum anderen fällt wegen der unterschiedlich hohen Gehälter die Belastung für Ostdeutsche aber noch höher aus.

Top