Statistik

Strompreise für Haushalte 2003: 50 Euro im Monat für Strom

Der Berliner Verband der Elektrizitätswirtschaft hat die durchschnittlichen Strompreise für Haushaltskunden im vergangenen Jahr ermittelt: Demnach zahlte ein Drei-Personen-Haushalt 2003 gut 50 Euro im Monat für seinen Jahresstromverbrauch von 3500 Kilowattstunden. 20 Euro (40 Prozent) gingen davon an den Staat.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Ein Drei-Personen-Haushalt musste 2003 im Bundesdurchschnitt gut 50 Euro im Monat für seinen Jahresstromverbrauch von 3500 Kilowattstunden bezahlen. Das meldete der Verband der Elektrizitätswirtschaft (VDEW), Berlin.

Seit 20 Jahren komme ein Drei-Personen-Haushalt jährlich mit etwa 3500 Kilowattstunden Strom aus – bei gestiegener Zahl der Elektrogeräte, heißt es weiter. 1980 habe der Musterhaushalt für seinen Strom gut 25 Euro, 1990 in Westdeutschland etwa 37 Euro im Monat gezahlt. Zum Vergleich: Das allgemeine Preisniveau war 1980 fast 40 Prozent niedriger als 2003.

Gleichzeitig mit dem Stromwettbewerb seien auch die staatlichen Belastungen gestiegen: Vor 1998 habe der Staatsanteil der Stromrechnung etwa 25 bis 28 Prozent ausgemacht. 2003 zahlte der Musterhaushalt gut 20 Euro oder 40 Prozent für staatliche Steuern und Abgaben wie Konzessionsabgabe, Stromsteuer, Mehrwertsteuer, Abgaben nach dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz sowie dem Erneuerbare Energien-Gesetz, ermittelte der VDEW.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Strompreis

    Netzentgelte sinken im Schnitt um vier Prozent

    Die Netzentgelte sollen den Tarifexperten von Verivox zufolge im kommenden Jahr im bundesweiten Schnitt sinken. Das gilt leider nicht für alle Bundesländer. Und vor allem bedeutet das nicht, dass die Stromanbieter die Preissenkungen weitergeben.

  • Strompreis

    Ökostrom-Umlage liegt 2018 bei 6,792 Cent

    Die Ökostrom-Umlage fällt im kommenden Jahr um 0,088 Cent und liegt damit bei 6,792 Cent pro Kilowattstunde. Leider sagt das aber noch nichts darüber aus, wie die Stromrechnung ausfallen wird. Andere Kostenbestandteile verteuern sich nämlich.

  • Stromtarife

    Verbände verbünden sich gegen Strompreiserhöhungen

    Die vier Verbände vzbv, BEE, Bund der Energieverbraucher und BNE fordern von der Bundesregierung die schnelle Einrichtung einer Wettbewerbsbehörde, die gegen die Machenschaften der Stromkonzerne vorgeht. Bereits heute müssten vom Bundeskartellamt und der Strompreisaufsicht der Länder die angekündigten Preissteigerungen unterbunden werden.

  • Strom sparen

    Strommarkt Deutschland 1998/2003: Strom für Industrie günstiger als 1998

    Erhebungen des VDEW zufolge zahlt die mittelständische Industrie in diesem Jahr trotz gestiegener Abgaben noch immer weniger für ihren Strom als vor Beginn der Liberalisierung 1998. Mittlerweile bestünden etwa 14 Prozent der Stromrechnung aus Konzessionsabgabe sowie Abgaben nach dem Kraft-Wärme-Kopplungs- und Erneuerbare-Energien-Gesetz.

  • Strompreise

    Bei best energy gehen die Lichter aus

    Mit einer Mitteilung auf der Internetseite informiert best energy nun ganz offiziell über den "geordneten Marktrückzug". Die Marktentwicklung der letzten Jahre hätte zu diesem Beschluss beigetragen, gemeint sind zu hohe Netznutzungsentgelte und staatliche Abgaben, die den Strompreis belasteten.

Top