Strom so teuer wie nie

Stiftung Warentest kritisiert "Diktat der Konzerne"

Die Stiftung Warentest hat die teuren Strompreise kritisiert und Alternativen für die Verbraucher zusammengestellt. Ihre Empfehlung: Die Strompreisangebote der bundesweiten Ökoanbieter prüfen und Strom sparen. Damit könne der Umwelt geschützt und der Wettbewerb angekurbelt werden.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - Auch die Stiftung Warentest macht jetzt mobil gegen die stetig steigenden Strom- und Gaspreise. Die Verbraucherschützer bemängeln fehlenden Wettbewerb und die Verzögerung der Regulierungsbehörde.

Laut Stiftung Warentest stiegen die Strompreise von September 2000 bis Januar 2005 im Schnitt um fast 30 Prozent. Die Durchleitung, neben den staatlichen Abgaben der größte Kostenfaktor, sei in Deutschland besonders teuer. Die Konzerne würden knapp drei bis acht Cent pro Kilowattstunde berechnen, während beispielsweise in Dänemark die Durchleitung nur 2,6 Cent pro Kilowattstunde koste.

Ebenso wie das strom magazin empfiehlt die Stiftung Warentest den Verbrauchern die Angebote auf dem Energiemarkt zu prüfen und an verschiedenen Stellen im Haushalt Strom zu sparen.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Stromrechnung

    Studie: Bremer wechseln Stromanbieter am seltensten

    In Bremen halten Verbraucher ihrem Stromanbieter die Treue. Einer Analyse zufolge wurde in dem Bundesland am seltensten der Stromlieferant gewechselt. Liegt das an den niedrigen Preisen in Bremen?

  • Strompreise

    Caritas: Für Stromsperren muss es Ausnahmen geben

    2016 kam es zu etwa 330.000 Stromsperren in Deutschland. Unter anderem fordert die Caritas, dass vor allem den Familien mit Säuglingen und Kranken nicht der Strom abgestellt werden darf. Außerdem soll das Energiebudget bei den Hartz-IV-Leistungen aufgestockt werden.

  • Stromtarife

    Teufel fordert Maßnahmen zur Senkung der Strompreise

    Der baden-württembergische Ministerpräsident Erwin Teufel hat sich am vergangenen Wochenende nochmals ausführlich zum Thema Strompreise und mangelnder Wettbewerb auf dem deutschen Energiemarkt geäußert. Fazit: Die Ökosteuer müsse abgeschafft und die Länder an der Preiskontrolle beteiligt werden.

  • Strompreise

    hr-Fernsehen: Strompreise hessenweit in Frankfurt am höchsten

    Der hr hat die Preise aller 50 in Hessen aktiven Stromversorger unter die Lupe genommen. 40 der Unternehmen hatten demnach zu Jahresbeginn ihre Preise im Schnitt um 3,3 Prozent erhöht. Die Sendung läuft heute um 21.15 Uhr. In der Sendung "stadt gespräch" ab 20.15 Uhr geht es um die gestiegenen Gaspreise.

  • Stromnetz Ausbau

    BdE zum Benchmarkreport: Verbraucher sollten Preise selbst senken

    Der Wettbewerb auf dem deutschen Strom- und Gasmarkt funktioniert nicht und schon für April rechnet der Gas-Bundesverband mit einer erneuten Gaspreissteigerung - für den Bundesverband der Energieverbraucher ist das Anlass genug, die Verbraucher erneut aufzufordern, die Preissteigerungen zu boykottieren.

Top