Neuregelungen

Steuererklärung 2013: Das hat sich geändert

Die Steuererklärung 2013 steht an, vor allem für diejenigen, die den Bescheid ohne professionelle Hilfe einreichen möchten. Bis Ende Mai sollen die Papiere für das vergangene Jahr beim Finanzamt vorliegen. Einige Änderungen gilt es dabei zu beachten, die vorteilhaft für die anschließende Bearbeitung sein könnten.

Steuererklärung© m.schuckart / Fotolia.com

Frankfurt/Main (AFP/red) - Die Belege sind oft schon längst gesammelt und so langsam wird es Zeit: Bis Ende Mai müssen Bürger die Steuererklärung für das vergangene Jahr beim Finanzamt einreichen - es sei denn, sie lassen sich vom Steuerberater oder einem Lohnsteuerhilfe-Verein unter die Arme greifen. Dann ist noch bis zum 31. Dezember Zeit. Für 2013 sind wieder einige Neuerungen zu beachten.

Grundfreibetrag ist gestiegen

Jeder Steuerzahler hat Anspruch auf einen Grundfreibetrag. Bis zu dieser Grenze wird das Einkommen nicht besteuert. Für 2013 ist der Grundfreibetrag - nach drei Jahren bei 8.004 Euro - auf 8.130 Euro gestiegen. Für Ehepaare, die zusammen veranlagt werden, liegt die neue Grenze somit bei 16.260 Euro.

Neue Form der Einzelveranlagung

Für die meisten Ehepaare ist es immer noch am günstigsten, wenn sie mit dem Splittingtarif in der Steuererklärung gemeinsam veranlagt sind. Für 2013 gilt aber auch erstmals die neue Form der Einzelveranlagung. Sie ersetzt die Variante der getrennten Veranlagung. Die Einzelveranlagung kann vor allem für Paare interessant sein, bei dem ein Partner Arbeitnehmer, der andere Pensionär ist. So können oft mehr Versicherungsbeiträge abgesetzt werden. Auch wenn ein Partner hohe Krankheitskosten und weniger verdient hat, kann sich die Einzelveranlagung lohnen. Dann können die medizinischen Kosten über die niedrigere Grenze bei der außergewöhnlichen Belastung abgesetzt werden.

Gleichgeschlechtliche Paare

Nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts im Juni 2013 können sich nun erstmals gleichgeschlechtlich Lebenspartner per Ehegattensplitting gemeinsam veranlagen lassen. Damit stehen die gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften einer Ehe steuerlich weitestgehend gleich - und das spart Paaren mitunter tausende Euro. Die Regelung gilt auch rückwirkend bis zum August 2001, allerdings nur für Steuerbescheide, die noch nicht rechtskräftig sind. Zuvor waren bei Lebenspartnerschaften die Partner quasi wie zwei Singles besteuert worden.

Ehrenamtspauschale angehoben

Wer sich ehrenamtlich engagiert, kann dies steuerlich besser geltend machen. Mit einer Neuregelung hat der Gesetzgeber die sogenannten Übungsleiterpauschale im Einkommensteuerrecht von 2.100 auf 2.400 Euro jährlich angehoben. Außerdem wurde eine Reihe bürokratischer Hemmnisse abgebaut. Auch die Ehrenamtspauschale hat sich von 500 auf 720 Euro erhöht.

Krankheitskosten jetzt nachweisen

Noch gilt zwar bei Kosten für Ärzte, Medikamente oder Pflegeleistungen wie bisher die Regelung, dass diese nur abgesetzt werden können, sobald sie über die Grenze der zumutbaren Belastung hinausgehen. So kann eine Familie mit Kindern, die nicht mehr als 51.130 Euro verdient hat, erst Kosten über drei Prozent des Einkommens absetzen. Der Bundesfinanzhof muss aber noch klären, ob die Krankheits- und Pflegekosten nicht doch ohne Abzug der zumutbaren Belastung zählen müssen. Deshalb sollten Steuerzahler alle außergewöhnlichen Belastungen bereits jetzt nachweisen. Sollte die Regelung kippen, können auch Steuerzahler mit weniger Ausgaben profitieren.

Fahrtkosten für Leiharbeiter

Leiharbeitnehmer können noch für 2013 die Fahrten zu ihrem Einsatzort in vollem Umfang als Werbungskosten steuerlich geltend machen. Für sie gilt nicht nur die hälftige Entfernungspauschale. Der Bundesfinanzhof hat entschieden, dass der Leiharbeiter mit einem Arbeitnehmer vergleichbar ist, der für längere Zeit bei einem bestimmten Kunden seines Arbeitgebers arbeitet. Auch diese Arbeitnehmer können Hin- und Rückweg steuerlich absetzen, weil sie sich nicht wie reguläre Arbeitnehmer dauerhaft auf bestimmte Arbeitswege einrichten können. Für 2014 wird sich die Regelung aber wieder ändern.

Pauschalen bei der Zweitwohnung

Unterhalten Beschäftigte an ihrem Arbeitsort einen zweiten Haushalt und fahren ein Mal pro Woche zur Familie nach Hause, können sie die Entfernungspauschale auch dann bei der Steuer geltend machen, wenn sie keine eigenen Fahrkosten haben. Zuschüsse, die der Arbeitgeber für die Heimfahrten gewährt, müssen jedoch mindernd auf die Entfernungspauschalen angerechnet werden.

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