CO2-Ausstoß

Steinkohle-Importe durch Wirtschaftskrise gesunken

Durch die Wirtschaftskrise hat Deutschland 2009 deutlich weniger Steinkohle importiert. Die Einfuhren sanken im Gegensatz zu 2008 um rund ein Fünftel. Die Energiegewinnung mit Steinkohleverbrennung könnte den CO2-Ausstoß bis 2050 um 80 Prozent senken. Auslöser war vor allem die schwache Stahlkonjunktur.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Düsseldorf (ddp/red) - Deutschland hat 2009 wegen der Wirtschaftskrise deutlich weniger Import-Steinkohle bezogen. Die Einfuhren sanken gegenüber 2008 um rund ein Fünftel auf 35,1 Millionen Tonnen, wie der Verein der Kohleimporteure (VDK) am Mittwoch in Düsseldorf mitteilte. Auslöser des Rückgangs waren demnach vor allem die schwache Stahlkonjunktur und die gesunkene Stromnachfrage. Auch insgesamt schrumpfte der deutsche Steinkohlemarkt 2009 um rund ein Fünftel auf 50,3 Millionen Tonnen. Die Inlandsproduktion war mit 15,2 Millionen Tonnen um 15 Prozent ebenfalls rückläufig.

Steinkohle im deutschen Energiemix unverzichtbar

Für das laufende Jahr rechnen die Kohleimporteure mit einem besseren Geschäft und erwarten einen Anstieg der Einfuhren um fünf bis zehn Prozent. Auch langfristig hält der VDK die Steinkohleverstromung mit einem Anteil von derzeit 20 Prozent im deutschen Energiemix für unverzichtbar. Für den dauerhaften Einsatz der Steinkohle in Deutschland spricht laut VDK auch, dass die langfristigen Kosten für die CO2-Speicherung mit der sogenannten CCS-Technologie niedriger seien als die Ausgaben für eine CO2-Vermeidung durch erneuerbare Energien und deren millionenschwere Subventionierung.

CO2-Ausstoß um 80 Prozent senken

Schon jetzt decke die Steinkohle weltweit knapp ein Drittel des Energiebedarfs. Deutschland könnte vor diesem Hintergrund durch die Modernisierung seines Kraftwerkparks sowie die Einführung der CCS-Technologie eine Vorreiterrolle wie schon bei den erneuerbaren Energien übernehmen. Bis 2050 könnte auf diese Weise der CO2-Ausstoß bei der Steinkohleverbrennung hierzulande um bis zu 80 Prozent gesenkt werden.

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