Preissteigerungen

Steigende Energiekosten bringen den Nahverkehr in die Bredouille

Die steigenden Preise für Strom, Gas und Sprit werden für Unternehmen des öffentlichen Nahverkehrs immer problematischer.

13.11.2012, 09:00 Uhr
Busfahrt© Yuri Bizgaimer / Fotolia.com

Die steigenden Preise für Strom, Gas und Sprit werden für Unternehmen des öffentlichen Nahverkehrs immer problematischer. Vor allem für Diesel muss deutlich mehr bezahlt werden. Nun ringen die Anbieter mit sich, ob sie die gestiegenen Energiekosten an ihre Kunden weitergeben oder nicht.

Nicht alle Unternehmen erhöhen die Ticketpreise

In den vergangenen Tagen haben unzählige Nahverkehrsbetriebe quer durch das  Bundesgebiet mitgeteilt, dass sie sich aufgrund der explodierenden Energiekosten gezwungen sähen, die Preise für Endkunden anzuheben sowie wenig rentable Strecken womöglich aufzugeben. Doch nicht alle Unternehmen wollen die Kosten weiterreichen. Insbesondere in strukturschwachen Regionen wie beispielsweise in Mecklenburg-Vorpommern zögern die Betriebe noch und erhöhen derzeit die Preise für Fahrkarten nicht. Sollte die Preisentwicklung jedoch anhalten, scheinen zumindest moderate Tariferhöhungen unausweichlich. Sogar die Reifen der Busse seien teurer geworden, wird aus dem Saarland berichtet.

Preiserhöhungen in Hessen, Bayern und dem Saarland

Aus allen drei Bundesländern haben jüngst Bus- und Bahnunternehmen Preiserhöhungen zum Jahreswechsel vermeldet; weitere sind erwartbar. Im Schnitt liegen die Erhöhungen bei gut drei Prozent. Etwa in Saarbrücken hieß es, eigentlich sei es nötig, die Tickets um 4,5 Prozent zu verteuern, um alle Kostensteigerungen aufzufangen. Das sei jedoch auf dem Markt nicht durchsetzbar. Alle Betriebe wiesen darauf hin, dass nicht nur die teure Energie schuld sei an der Tarifanhebung. So teilte der Sprecher des Verkehrsverbundes in Nürnberg mit, auch die gestiegenen Personalkosten seien verantwortlich für die Preisanpassung. Die Personalkosten machten 50 Prozent aller Fixkosten aus.

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