Preissteigerungen

Statt Frankfurter Altstadt schießen Kosten in die Höhe

Für die Rekonstruktion der Frankfurter Altstadt muss einiges an Mehrkosten veranschlagt werden.

Kosten© ElenaR / Fotolia.com

Für die Rekonstruktion der Frankfurter Altstadt muss einiges an Mehrkosten veranschlagt werden. Mindestens weitere 7,5 Millionen Euro sollen in die Denkmalpflege investiert werden. Damit lägen die Subventionen der Stadt bei 100 Millionen Euro.

Sieben weitere Gebäude

Insgesamt geht es um 35 Giebelhäuser zwischen Braubachstraße und Schirn, von denen 15 originalgetreu rekonstruiert werden sollen. Der bestehende Beschluss sieht vor, dass neben acht fest beschlossenen Rekonstruktionen nur dann weitere errichtet werden dürfen, wenn diese von den Bauherren finanziert würden. Bei den sieben zusätzlichen Adressen handelt es sich um den "Markt" 13, 15, 20, 22, 24, 26 und 28. Die Rekonstruktionen diese Häuser wurden innerhalb eines Architekturwettbewerbs vergeben. Private Investoren wurden gefunden und Vorverträge mit der Bauherrin geschlossen.

Wenig Kritik der Stadtverordneten

Nun aber ist es den Kaufinteressenten zu teuer geworden. Ein Beispiel liefert die Hausnummer 13: Bei einer Kostensteigerung von zuvor geplanten 1,3 auf 2,2 Millionen Euro war die Grenze überschritten. Unter den Stadtverordneten hat es nach Verkündung der möglichen Mehrkosten wenig Kritik gegeben, berichtet die Frankfurter Rundschau in ihrer Online-Ausgabe. Der Bürgermeister und Planungsdezernent Olaf Cunitz steht fest hinter dem Projekt: "Ich bin fest davon überzeugt, dass es etwas Einzigartiges wird. In ein paar Jahren wird das Ensemble zum Kulturdenkmal erklärt werden".

Das Quartier am Dom

Eine Neuplanung des Quartiers am Dom wäre jedoch nach Aussagen der Bauherrin DomRömer GmbH sogar noch teurer. 8,5 Millionen Euro an Mehrkosten kämen auf die Kommune zu, wenn man die Anzahl der geplanten Rekonstruktionen verringern würde. Vorhergehende Schätzungen hatten dem Geschäftsführer der GmbH zufolge die Kosten nicht richtig dargestellt. Die Abstimmung der Stadtverordneten soll Ende Februar stattfinden.

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