Pläne

SPD will Zusatzbeitrag der Kassen abschaffen

Die SPD will im Fall einer Regierungsübernahme den Zusatzbeitrag der Krankenkassen abschaffen und zur paritätischen Finanzierung zurückkehren. Das würde bedeuten, dass Arbeitgeber und Arbeitnehmer wieder den gleichen Anteil an der Versicherung tragen.

14.02.2013, 15:51 Uhr
Krankenversicherung© Barbara Kraske / Fotolia.com

Düsseldorf (dapd/red) - "Wir wollen den Krankenkassen die Beitragsautonomie zurückgeben und zur paritätischen Finanzierung zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern zurückkehren", sagte SPD-Fraktionsvize Elke Ferner der "Rheinischen Post" (Donnerstagausgabe). Die Änderungen sollen laut Ferner gleich zu Beginn der Wahlperiode geregelt werden.

Entlastung für Arbeitnehmer

Die Rückkehr zur paritätischen Finanzierung der Kassenbeiträge würde die Arbeitgeber belasten und Arbeitnehmer entlasten. Der Beitragssatz von derzeit 15,5 Prozent tragen beide gemeinsam. Allerdings zahlen die Arbeitnehmer derzeit 8,2 Prozent, während die Arbeitgeber 7,3 Prozent beisteuern. Bei einer paritätischen Finanzierung zahlt jeder den gleichen Anteil.

Laut einer "Focus"-Umfrage erhebt in diesem Jahr erstmals seit Einführung des Gesundheitsfonds keine Krankenkasse einen Zusatzbeitrag. Dagegen wollen 19 Krankenkassen wegen der guten Finanzlage Versicherten eine Prämie zahlen.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Krankenkasse

    Zusatzbeitrag bei Krankenkassen steigt

    Bei den gesetzlichen Krankenkassen bleibt offen, ob die Gesamtbeiträge im kommenden Jahr steigen oder sinken. Zwar steht nun fest, dass der Zusatzbeitrag angehoben wird, das allein ist aber nicht ausschlagend für eine Betragserhöhung.

  • Zuzahlung

    Schätzerkreis: So entwickeln sich die Beiträge für die Krankenkassen

    Bei den gesetzlichen Krankenkassen sollen die Zusatzbeiträge Experten zufolge steigen. Die gute Nachricht für Versicherte: Weil die Reserven der Kassen derzeit hoch sind, könnten die Gesamtbeiträge für einige sogar sinken.

  • Geldanlage

    Bundesregierung denkt über "Nichtzahler-Tarif" nach

    Immer öfter zahlen Verbraucher ihre Beiträge zur Krankenversicherung nicht, viele von ihnen einfach, weil sie es sich finanziell nicht leisten können. Wegen des Schadens, der dadurch den Versicherungen entsteht, überlegt die Bundesregierung, ein neues Tarifmodell einzuführen. Mit diesem bekämen Versicherte aber nur eine Minimalversorgung.

  • Sparbuch

    Gesetzliche Kassen freuen sich über Milliardenplus

    In den ersten neun Monaten diesen Jahres haben die gesetzlichen Krankenkassen (GKV) ein Plus von insgesamt 3,9 Milliarden Euro eingefahren, teilte jetzt das Bundesgesundheitsministerium mit. Im Vorjahr konnten die Kassen für den gleichen Zeitraum nur 277 Millionen erwirtschaften.

  • Sparbuch

    Versicherungen und Vorsorge: Das ändert sich 2012

    Im nächsten Jahr ändert sich wieder so einiges. Die Rente mit 67 kommt und damit auch Änderungen bei Rentenversicherung und Altersvorsorge. Aber auch bei Kranken- und Pflegeversicherung gibt es Neuerungen. Die Verbraucherzentrale NRW informiert über die wichtigsten Änderungen.

Top