SPD-Vizefraktionschef für "generelle Neuordnung der Energieversorgung"

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com
Der SPD-Vize-Fraktionschef Michael Müller hat heute die Notwendigkeit betont, auf neue, klimaverträgliche Erzeugungstechnologien umzusteigen. In den vergangenen Wochen, so Müller, sei zu viel über den Ausstieg aus der Atomkraft und zu wenig über die Energiewende gesprochen worden. Angesichts des Umstandes, dass Vertreter großer Energiekonzerne angekündigt haben, billigen Strom in Osteuropa einkaufen zu wollen, müsse man auch Einsparmaßnahmen forcieren.


Ein wirksamer Klimaschutz, so Müller, sei nur durch den Verzicht auf Atomenergie zu realisieren, "denn sie ist heute die größte Investitions- und Innovationsbremse für den Umstieg in eine Einspar- und Solarwirtschaft". Das Argument, bei Ersatz der Atom- durch Gas- oder Kohlekraftwerke würden mehr für das Klima schädliche Abgase freigesetzt, ließ Müller nicht gelten - eine solche Entwicklung sei keineswegs zwingend. Schließlich, so Müller, gehe es nicht um den bloßen Austausch von Energieträgern, sondern um eine generelle Neuordnung der Energieversorgung.


"Die wichtigste Energiequelle überhaupt ist das Energiesparen", sagte der SPD-Politiker, der die Einsparmöglichkeiten auf 40 Prozent bezifferte. Hingegen sei die Atomenergie eine verschwenderische Form der Energieversorgung, da zwei Drittel der umgewandelten Energie nutzlos als Abwärme in die Atmosphäre abgegeben würden. Müller führte aus, dass die Laufzeit eines Atomkraftwerkes 30 Jahre nicht überschreiten dürfe und dass man noch in der laufenden Legislaturperiode mit dem Abschalten eines Meilers beginnen müsse.


(ots)

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