Rheinland-Pfalz

SPD und BUND kritisieren CDU-Pläne zur weiteren Atomenergie-Nutzung

Die Pläne der rheinland-pfälzischen CDU zur weiteren Nutzung von Atomenergie stoßen auf heftige Kritik. Die Naturschutzorganisation BUND bezeichnete die CDU-Forderung als "gefährlich und naiv". Die SPD warf der CDU vor, die Atomlobby zu unterstützen.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

Mainz (ddp-rps/sm) - In einem am Mittwoch verabschiedeten Eckpunktepapier zur künftigen Energiepolitik hatte sich die CDU für eine Verlängerung der Laufzeiten von Atomkraftwerken ausgesprochen, statt diese durch zusätzliche Kohlekraftwerke zu ersetzen.

Gerade vor dem Hintergrund der schweren Störfälle in Atomanlagen in Deutschland und Frankreich zeuge der CDU-Vorschlag von "absoluter Realitätsblindheit", betonte der BUND. "Vielmehr müssen jetzt schnellstmöglich die alten Atommeiler in Biblis und Phillipsburg vom Netz, um die Sicherheit der Bevölkerung nicht zu gefährden", sagte der BUND-Landesvorsitzende Bernhard Braun. Nach wie vor gebe es keinen Entsorgungsweg für Atommüll, die Gefährdung durch Terroranschläge oder Unfälle bestehe weiterhin.

Die SPD kritisierte den CDU-Vorschlag als "alten Wein in noch älteren Schläuchen". Auch längere Atomlaufzeiten brächten lediglich eine geringe Ersparnis bei steigenden Energiekosten. Das Konzept würde lediglich der Atomlobby in die Tasche spielen, sagte die energie- und wirtschaftspolitische Sprecherin der Fraktion, Margit Mohr.

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