"Wucherpreise"

SPD: Mit Stromanbieterwechsel die Rote Karte zeigen

Die SPD-Fraktion rät Verbrauchern angesichts bevorstehender Strompreiserhöhungen, ihren Stromanbieter zu wechseln. Verbraucher müssten die "Wucherpreise" nicht hinnehmen und sollten ihrem Stromversorger die Rote Karte zeigen.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Dresden (ddp-lsc/red) - Der energiepolitische Fraktionssprecher, Thomas Jurk, sagte am Montag in Dresden, bis zum Jahresende würden mindestens 40 Versorger die Preise spürbar anziehen, durchschnittlich um fünf Prozent. Das müsse sich der Kunde nicht gefallen lassen und sollte seinem Stromanbieter die Rote Karte zeigen, wenn er Wucherpreise nehme, sagte Jurk.

Jurk verwies darauf, dass sich die Großhandelspreise für Strom an den Börsen auf niedrigem Niveau bewegten. "Nachdem die staatliche Strompreisgenehmigung leider abgeschafft wurde, ist es umso wichtiger, dass nun die Möglichkeiten des Kartellrechts voll ausgeschöpft werden", so Jurk. Dies sei gerade deshalb geboten, weil eine Reihe von Anbietern keine Preiserhöhungen vornehme. "Willkür und Abzocke" müssten verhindert werden.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Strompreis

    Netzentgelte sinken im Schnitt um vier Prozent

    Die Netzentgelte sollen den Tarifexperten von Verivox zufolge im kommenden Jahr im bundesweiten Schnitt sinken. Das gilt leider nicht für alle Bundesländer. Und vor allem bedeutet das nicht, dass die Stromanbieter die Preissenkungen weitergeben.

  • Strompreise

    Verivox: Strompreise verharren 2018 auf hohem Niveau

    Die Strompreise sollen sich den Tarifexperten von Verivox zufolge trotz der voraussichtlich sinkenden EEG-Umlage im kommenden Jahr weiter auf einem hohen Niveau halten. Abzuwarten bleibt demnach, ob die neue Bundesregierung Verbraucher entlasten wird.

  • Stromnetz Ausbau

    Wirtschaftsminister Brüderle rät zum Stromanbieter-Wechsel

    Angesichts deutlicher Strompreiserhöhungen fordert Wirtschaftsminister Rainer Brüderle die Kunden zum Stromanbieter-Wechsel auf. "Die Verbraucher sollten die angekündigten Strompreiserhöhungen zum Anlass nehmen, sich günstigere Stromanbieter zu suchen", sagte Brüderle dem "Hamburger Abendblatt".

  • Stromnetz Ausbau

    Strompreise bei Vattenfall steigen

    Der Energieversorger Vattenfall will im kommenden Jahr die Strompreise für seine Berliner Kunden angeblich deutlich erhöhen. Verbraucher sollten daher mit einem Strompreisvergleich prüfen, wie viel sich mit einem Wechsel des Stromanbieters sparen lässt.

  • Strompreise

    Clevergy: 100 Euro Wechselprämie auf die Stromrechnung

    Bei Stromversorger Clevergy gibt es für Wechsler eine Prämie von 100 Euro auf die nächste Stromrechnung. Jedoch ist das Angebot zeitlich begrenzt und nicht bei allen Tarifen verfügbar. Den Wechselbonus erhält man beim Online-Wechsel.

Top