Bezahlmethode

Sparkasse startet Mobiles Bezahlen

Kunden der Sparkasse müssen in vielen Geschäften ab sofort für den Bezahlvorgang nicht mehr das Portemonnaie zücken. Es genügt, das Smartphone an ein Kassenterminal zu halten und der Betrag wird vom Konto abgebucht.

bezahlen© Artur Marciniec / Fotolia.com

Berlin - Sparkassen-Kunden können an der Ladenkasse jetzt auch per Smartphone bezahlen. Knapp fünf Wochen nach dem US-Internet-Riesen Google starteten am Montag mehr als 300 der regionalen Geldhäuser ihr Smartphone-Bezahlsystem. "Sparkassen erweitern so das Angebot an sicheren Bezahlmöglichkeiten", erklärte der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV), Helmut Schleweis, in Berlin. Bis zum Jahresende sollen alle rund 390 Institute der Gruppe den Dienst anbieten.

Viele Kassenterminals sind bereits umgerüstet

Zum Bezahlen hält man das Smartphone im Laden an das Kartenterminal der Kasse. Die Kassentechnik muss dafür kontaktloses Bezahlen per NFC-Funk unterstützen - ein großer Teil der Terminals in Deutschland wurde bereits entsprechend umgerüstet. Kunden mit einem NFC-fähigen Android-Smartphone ab Version 5.0 könnten an den Terminals ab sofort mobil bezahlen, erklärte der DSGV. Die Daten der Kunden blieben bei der Sparkasse und würden nicht an Dritte weitergegeben oder verkauft, versicherte der Verband.

Funktion ist mit iPhones noch nicht möglich

Das iPhone kann den Angaben zufolge noch nicht als elektronische Geldbörse genutzt werden. Apple habe die nötige Schnittstelle in den Geräten bisher nicht freigegeben. Über einen anstehenden Start von Apple Pay in Deutschland war mehrfach spekuliert worden, er blieb jedoch bislang aus. Apple verlangt einen Anteil von 0,15 Prozent von den Transaktionen. Google hatte seinen Smartphone-Bezahldienst bereits am 26. Juni nach Deutschland gebracht. Partner sind hier unter anderem die Kreditkarten-Riesen Mastercard und Visa sowie die Commerzbank.

Auch andere Geldhäuser planen Smartphone-Bezahlsysteme

Auch andere Geldhäuser in Deutschland wollen den US-Giganten nicht allein das Feld überlassen. Ab Mitte August wollen rund 85 Prozent der Volks- und Raiffeisenbanken ihren Kunden das mobile Bezahlen per Smartphone ermöglichen. Die restlichen Institute sollen schrittweise bis 2019 folgen.

Deutsche zahlen am liebsten nach wie vor mit Bargeld

Noch ist das Smartphone als elektronische Geldbörse in Deutschland ein Nischenmarkt. Bei einer Umfrage der Bundesbank gaben im vergangenen Jahr lediglich 7 Prozent der Verbraucher an, schon einmal mit dem Handy bezahlt zu haben. Als häufigsten Grund für die Zurückhaltung nannten die Befragten fehlenden Bedarf. Auf Rang zwei folgten Sicherheitsbedenken.

Beliebtestes Zahlungsmittel der Verbraucher in Deutschland ist der Bundesbank zufolge weiterhin Bargeld, auch wenn die Menschen immer häufiger mit der Girocard (EC-Karte) zahlen. Drei von vier Einkäufen an der Ladenkasse (74 Prozent) tätigen die Menschen hierzulande nach wie vor mit Schein und Münze. Gemessen am Umsatz sank der Anteil der Barzahlungen im deutschen Handel allerdings mit 48 Prozent erstmals unter die 50-Prozent-Marke.

Mobiles Bezahlen mit der Sparkassen-App

Wer den mobilen Service der Sparkassen nutzen will, muss das Online-Banking verwenden und die App "Mobiles Bezahlen" aus dem Google-Play-Store auf sein Smartphone laden. In dieser App können dann sowohl die Sparkassen-Card (Girocard), als auch die Sparkassen-Kreditkarte (Mastercard) hinterlegt werden.

Quelle: DPA

Ausführliche Infos zum Thema
Passende Ratgeber
Das könnte Sie auch interessieren
  • Bezahlen per Handy

    Schneller bezahlen: Handy wird Scanner und Kasse zugleich

    Viele denken beim Bezahlen mit dem Smartphone an ein Terminal an der Kasse. Mittlerweile dient das Handy als Scanner für die Produkte im Laden, gezahlt wird auch schon ohne Mitarbeiter. Den Händlern geht es dabei vor allem darum, die Einnahmen zu erhöhen.

  • Huawei Y7 2018

    1&1 lockt mit "Weihnachtspaket": Allnet-Flat mit Huawei Y7

    Das Smartphone Huawei Y7 (2018) erhalten Mobilfunk-Neukunden im Rahmen des 1&1-Weihnachtspakets jetzt in Kombination mit einer Allnet-Flat ohne einmalige Zuzahlung. Den Tarif selbst gibt es zwölf Monate lang ab 6,99 Euro pro Monat.

  • Kreditkarte

    Viele Flugportale kassieren bei Kreditkartenzahlung weiterhin extra

    Ein Text bestätigt: Viele Flugportale verlangen bei Zahlung mit Kreditkarte nach wie vor Extragebühren. Das soll vor allem bei gängigen Kreditkarten der Fall sein. Dabei ist das Vorgehen seit Beginn des Jahres verboten.

  • Chatten Hnady

    Spartipps für Handytarife im April

    Auf dem Markt finden sich scheinbar unendlich viele Handytarife, so dass es schwer ist, einen Überblick zu behalten. Von unserer Redaktion gibt es deshalb zu jedem Monatsbeginn Tipps zu aktuell günstigen Tarifen. Ob mit oder ohne Handy: Diese Tarife bieten Sparpotenzial.

  • Internet Security

    Online-Banking: Deutsche im Fokus von Cyberkriminellen

    Zuerst die gute Nachricht: Weltweit werden insgesamt weniger Nutzer beim Online-Banking Opfer von Malware. Die schlechte Nachricht: Die meisten Angriffe richten sich mittlerweile an deutsche Nutzer, so das Ergebnis einer aktuellen Studie.

Top