Lücke

Solarindustrie fordert Wärmegesetz

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) fördert derzeit zwar die Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Energien, eine vergleichbare Regelung für den Wärmesektor steht jedoch aus. Diese Lücke in der Energiepolitik behindert nach Ansicht des UVS die Markteinführung von Wärme aus Solarkollektoren, Biomasse und Geothermie.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

Eine Gesetzesinitiative zum Ausbau der Wärmeproduktion aus erneuerbaren Energien muss oberste Priorität innerhalb der zukünftigen Energiepolitik erhalten und im Koalitionsvertrag verankert werden. Das fordert die Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft (UVS), ein Zusammenschluss von 350 deutschen Stromunternehmen. Für den Klimaschutz, den Aufbau einer zukünftigen Versorgungssicherheit unabhängig von Öl und Gas und den Aufbau eines neuen Industriezweiges sei diese Gesetzesinitiative unverzichtbar.

Am gesamten Energieverbrauch Deutschlands hat die Bereitsstellung von Wärme einen Anteil von 57 Prozent. Der Stromanteil liegt bei 19 Prozent. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) fördert derzeit zwar die Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Energien, eine vergleichbare Regelung für den Wärmesektor stünde jedoch aus. Diese Lücke in der Energiepolitik behindere nach Ansicht des UVS die Markteinführung von Wärme aus Solarkollektoren, Biomasse und Geothermie.

Ohne die Schaffung gesetzlicher Grundlagen sei die von der Bundesregierung bis zum Jahr 2010 angestrebte Verdopplung erneuerbarer Energien im Wärmebereich nicht erreichbar, begründet die UVS ihre Initiative. Wichtige Marktsegmente für Solarwärme wie der Mietwohnungsbau können nach Einschätzung der Solarbranche nur per Gesetzeskraft erschlossen werden.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Alternative Stromerzeugung

    Studie: 34 Prozent Ökoenergie-Anteil ist bis 2030 möglich

    Die EU-Länder wollen den Anteil an Ökoenergie beim Strommix bis 2030 auf 27 Prozent erhöhen. Einer aktuellen Studie zufolge ist aber ein deutlich höherer Anteil erreichbar und gleichzeitig könnten so Milliarden bei der Stromerzeugung gespart werden.

  • Erneuerbare Energie

    Energieverbrauch steigt – Keine Veränderung beim CO2

    Der Energieverbrauch in Deutschland hat laut der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen 2017 zugenommen. Tendenziell war der Verbrauch seit 2006 eher rückläufig gewesen. Trotzdem blieben die CO2-Emissionen im Vergleich zum Vorjahr unverändert.

  • Hochspannungsmasten

    UVS fordert: Ausbau erneuerbarer Energien soll Staatsziel werden

    Als eine "gesellschafts- und generationsübergreifende Aufgabe" hat die Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft den Ausbau der regenerativen Energien bezeichnet. Aus diesem Grund fordert der Verband die Schaffung eines Ministeriums für erneuerbare Energien und Klimaschutz. Zudem solle der Ausbau im Grundgesetz verankert werden.

  • Hochspannungsleitung

    Plambeck zur Bundestagswahl: Entscheidung für erneuerbare Energien

    Dr. Wolfgang von Geldern, der Vorstandsvorsitzende der Plambeck Neue Energien AG, zeigte sich heute erfreut über den Wahlsieg der rot-grünen Regierung. Das sei ein klares Signal für den weiteren Ausbau erneuerbarer Energien. Jetzt erwartet er eine kontinuierliche Fortsetzung der bisherigen Politik.

  • Strompreise

    BEE: Bundesweite Aktion für erneuerbare Energien und gegen neue Kernkraftwerke

    Um den Klimaschutz und die Förderung erneuerbarer Energien stärker in den Mittelpunkt der Wahlkampf-Endphase zu rücken, haben der Bundesverband Erneuerbare Energie und die Initiative Neue Energie gestern eine Liste mit 75 000 Unterschriften gegen den Bau neuer Atomkraftwerke an Bundeskanzler Schröder übergeben.

Top