Preissteigerungen

So teuer kann Pizza sein!

Die Pizza gilt im Allgemeinen als einfaches und unkompliziertes Gericht.

Geld ausgeben© Peter Atkins / Fotolia.com

Die Pizza gilt im Allgemeinen als einfaches und unkompliziertes Gericht. Über Herkunft und Ursprung sind sich Historiker nicht einig. Oftmals heißt es jedoch, dass der Teigfladen, mit simplen Zutaten belegt, eher ein Essen für arme Leute darstellte.

Heute sind von der Tiefkühltheke bis hin zum Spitzenitaliener viele Preisklassen möglich. Tendenziell wird man aber wohl künftig auch für die Pizza tiefer in den Geldbeutel greifen müssen. Einige Lieferservices haben seit der Einführung des Mindestlohns bereits die Preise erhöht. Bei Joey`s Pizza etwa gingen die Preise um bis zu 50 Prozent nach oben.

Kleine Pizza Margherita für 5,99 Euro

An der Spitze der Preiserhöhungen bei Joey`s Pizza steht die klassische Margherita mit Tomatensauce und Käse. Lag der Preis im September des vergangenen Jahres noch bei 3,99 Euro (Durchmesser: 25 Zentimeter), kostet die Pizza aktuell 5,99 Euro. Dem Hamburger Abendblatt zufolge liegt der Preis für eine eigens kreierte Version mit Thunfisch, Pilzen und Artischocken bei 14,96 Euro (Durchmesser 32 Zentimeter), was einen Preisanstieg von 26 Prozent bedeutet. Die Pastagerichte und Salate seien auch um bis zu 1,50 Euro teurer geworden. Einziger Lichtblick: Bei dem Mindestbestellwert werden nun Desserts und Getränke mitgezählt und dank der neuen Preisen ist der dann auch schnell erreicht.

Mindestlohn soll Preistreiber sein

Im Pizzageschäft gehört der Lieferservice Joey`s Pizza mit insgesamt rund 5.000 Mitarbeitern zu den Marktführern in Deutschland. 2014 konnte das Unternehmen seinen Gewinn nach eigenen Aussagen auf einen Rekordwert von 135 Millionen Euro steigern. Das sei ein Umsatzplus von 5,4 Prozent im Vergleich zu 2013; den stärksten Monat erlebte das Unternehmen im Dezember 2014. Der Geschäftsführer der Lieferkette, Karsten Freigang, begründet den Preisanstieg mit erhöhten Einkaufspreisen und mit der Einführung des Mindestlohns. Ortsabhängig sollen die Fahrer rund fünf Euro pro Stunde verdient haben – ein starker Gegensatz zu den nun vorgeschriebenen 8,50 Euro. In der Vergangenheit habe sich der Job dann nur über die Trinkgelder gelohnt.

Wie sich der Mindestlohn auf andere Gastronomie-Betriebe auswirken wird, bleibt abzuwarten. In einigen Gaststätten und Cafés, die Servicekräfte mit ähnlich niedrigen Gehältern bezahlt haben, darf wohl mit Preisanstiegen gerechnet werden.

Das könnte Sie auch interessieren
Top